Flüsteraufruf geht im Lärm unter
Stellungnahme der IG Rychenbergstrasse
Die Plakataktion Flüsterstrasse als Massnahme der Stadtverwaltung zur Verkehrsberuhigung an der Rychenbergstrasse ist ein möglicher Einstieg in die Lärmbekämpfung. Bis heute fahren die wenigsten MotorfahrzeuglenkerInnen im ruhigen vierten Gang und die Strasse ist nach wie vor lärmig, stinkig und gefährlich. Ohne zusätzliche Massnahmen verkommt die Aktion zur Alibiübung.
Die vom Stadtrat Hollenstein vorgeschlagene Erfassung der Verkehrsströme muss daher baldmöglichst erfolgen. Diese Daten sind eine unabdingbare Basis für die weitere Arbeit. Die vom Lärm geplagten AnwohnerInnen fordern weitere Massnahmen, die sowohl eine Verbesserung der Wohnqualität bringen und den SchülerInnen einen sicheren Schulweg ermöglichen. Die Anliegen konnten im Rahmen der Arbeitsgruppe während einer Begehung vor Ort deponiert werden.
Der Stadtrat ist der Ansicht, es solle stadtweit ein einheitliches Verkehrsregime gelten: Hauptstrassen Tempo 50, Wohnquartiere Tempo 30. Diese Haltung begrüsst die IG Rychenbergstrasse.
Die Rychenbergstrasse ist eine schmale Siedlungsstrasse mit einem quartierverbindenden Charakter; demzufolge klar dem Bereich von Tempo 30 zuzuordnen. Tempo 30 reduziert den Verkehrslärm auf ein erträgliches Mass und gewährleistet die notwendige Sicherheit für die zahlreichen SchülerInnen in den angrenzenden Schulhäusern.
Die IG Rychenberstrasse wehrt sich entschieden gegen eine tempomässige Gleichstellung mit den Hauptverkehrsachsen in Winterthur. Die Gefahr, dass dadurch eine Umlagerung des Verkehrs auf die Rychenbergsstrasse stattfindet, ist naheliegend.
Als Alternative zu Tempo 30 wäre eine Unterbrechung der Strasse für den Individualverkehr denkbar, um den Schleichverkehr zu unterbinden.
Regula Ziegler, Co-Präsidentin IG Rychenbergstrasse
Copyright IG Rychenbergstrasse, Winterthur, 1999