Was geschah bisher ?

Bereits in früheren Jahren gab es diverse Aktivitäten sowohl aus Politik wie auch von einzelnen Anwohner/innen zur Verkehrsberuhigung an der Rychenbergstrasse. Diese hatten sich aber immer wieder entweder im Getriebe der behödlichen Mühlen aufgelöst oder waren an politischem Unwillen gescheitert. In jüngster Zeit brachten folgende zwei Aktivitäten den Stein erneut ins Rollen: 1. Postulat Mächler, 2. Gründung IG Rychenbergstrasse.

September 1997:
EVP Gemeinderat Urs Mächler reicht mit 12 Mitunterzeichnern folgendes Postulat an den Stadtrat ein:
"Der Stadtrat wird beauftragt, ein Konzept für sinnvolle Verkehrsberuhigungsmassnahmen an der Rychenbergstrasse auszuarbeiten."
Die Begründung lautet:
"Der Verkehr an der Rychenbergstrasse nimmt stetig zu und damit auch der Lärmpegel. Diese Zahlen sind aus dem Buch "Verkehr 1996" zu entnehmen und als regelmässiger Benutzer dieser Strasse auch spürbar. Viele AutofahrerInnen benutzen sie als Schleichweg in die Stadt, um so den Lichtsignalanlagen auszuweichen. Viele SchülerInnen des Sekundarschulhauses Lindberg und der Kanti Rychenberg benutzen diese Strasse für ihren Schulweg, und die meisten davon mit dem Velo; so kommt es öfters zu gefährlichen Situationen bei Ueberholmanövern von ungeduldigen AutofahrerInnen. Auch für FussgängerInnen ist es nicht ungefährlich, da nicht auf beiden Seiten durchgehend ein Trottoir vorhanden ist, und da, wo es eins hat, sind Parkfelder eingezeichnet.
Die Rychenbergstrasse ist eine kommunale Strasse, und somit ist der Stadtrat befugt, selbst geeignete Massnahmen für eine zweckmässige Verkehrsberuhigung einzuleiten."
Spätherbst 1998:
Viele Anwohner/innen der Rychenbergstrasse haben genug von der sich schleichend verschlechternden Wohnqualität an der Rychenberstrasse. Es ist klar, dass nur ein Zusammengehen möglichst vieler zum Erfolg führen kann. Auf Initiative von W.E.Bauder und R. Ziegler wird die Gründungsversammlung der IG vorbereitet.
Am 13. November 1998 wird die IG Rychenbergstrasse durch 44 anwesende Personen gegründet.
Sofort wird beschlossen, eine Petition zu lancieren, die das hängige Postulat von U. Mächler unterstützen und den Anliegen der IG Rychenbergstrasse Nachdruck verschaffen soll. Unter tatkräftiger Mithilfe vieler Anwohner/innen konnte noch vor Weihnachten innerhalb eines einzigen Monates eine grosse Zahl Unterschriften gesammelt werden.
6. Januar 1999:
Unsere Petition kann mit über 1800 Unterschriften eingereicht werden
3 Mitglieder des Vorstandes - angetan als die heiligen 3 Könige aus dem Morgenland - überreichen Herrn Stadtrat Hollenstein vor dem Stadthaus folgende Geschenke:
Petition Ein Paket mit 1827 Unterschriften besorgter Eltern, Schüler/innen und Anwohner/innen.
Tempo40 Eine Verkehrstafel zur Verdeutlichung der Forderung nach Temporeduktion
LKW-Verbot Eine Verkehrstafel zur Symbolisierung des geforderten Durchfahrtsverbotes für LKW's
Die Delegation der IG gibt der Hoffnung Ausdruck, der Stadtrat möge sich den Anliegen der Anwohner/innen und Betroffenen nicht verschliessen. Sie betont weiterhin:
"Die geforderten Massnahmen sind sowohl kostengünstig, wie auch kurzfristig realisierbar".
20. Jan. 1999 - Antwort Stadtrat
Unsere Petition wird von Stadt- und Gemeinderat gemeinsam mit dem Postulat Mächler behandelt. Der Stadtrat hat noch im Januar zuhanden des Grossen Gemeinderates (GGR) einen Bericht zum Postulat Mächler vorgelegt. Darin wird auch auf die Anliegen der IG Rychenbergstrasse (siehe Petition) eingegangen.
Der Stadtrat nimmt in seinem Bericht zu unserer Forderung nach Tempo 40 ablehnend Stellung. Er will allerdings eine Arbeitsgruppe einsetzen, die einen Massnahmenkatalog zur Verbesserung der Verkehrssituation erarbeiten soll. In der Arbeitsgruppe soll auch eine Vertretung der IG Rychenbergstrasse Einsitz nehmen.
Wir begrüssen zwar den Willen des Stadtrates, die weiteren Massnahmen mit der betroffenen Bevölkerung zu diskutieren, bleiben aber bei unserer Forderung nach Temporeduktion und LKW-Durchgangsverbot, die wir sowohl als massvoll wie auch kurzfristig durchführbar betrachten.
1. März 1999 - Erste Behandlung im Parlament
Unser Thema wird im GGR behandelt (Traktandum: Antrag und Bericht zum Postulat U. Mächler). Die IG war als Beobachterin zugegen.
Aktion GGR

Der Vorstand (W.E. Bauder, R. Ziegler, R. Diener, von links nach rechts) wirbt beim Aufgang zum grossen Gemeinderatssaal für unsere Anliegen.

Wir präsentieren zu Beginn der GGR-Sitzung nochmals unsere Hauptforderungen: Tempo 40 und LKW-Durchfahrtsverbot.

Im der Sitzung äusserte sich der Postulant als erstes selbst. Er ist von der Antwort des Stadtrates enttäuscht. Er erwartet nach so langer Dauer (über ein Jahr) vom Bericht nicht nur Zahlen, sondern auch Vorschläge für Massnahmen. U. Mächler spricht im Zusammenhang mit der einzusetzenden Arbeitsgruppe gar von Zeitverschwendung und beantragt, der Stadtrat müsse einen Ergänzungsbericht zum Postulat und den Forderungen der IG Rychenbergstrasse vorlegen.
Von den übrigen Parteien (Fraktionen) fallen die Stellungnahmen zum Bericht unterschiedlich aus. Während FDP, SVP und CVP die Vorschläge des Stadtrates (insbesondere die Arbeitsgruppe - es herrschst Einigkeit, dass Handlungsbedarf vorhanden ist) begrüssen, sind SP und Grüne mit der Antwort des Stadtrates ebenfalls nicht zufrieden. Sogar die CVP ist "unglücklich" darüber, dass der Stadtrat Tempo 40 nicht mal zur Diskussion stellen will.
In der anschliessenden Abstimmung wird der Stadtrat mit 25 zu 22 Stimmen beauftragt, einen Ergänzungsbericht vorzulegen. Dieser muss innerhalb von 6 Monaten bereitgestellt werden.
Im Landboten hiess es tags darauf: "Strafaufgabe für den Stadtrat" !

August 1999

Die vom Stadtrat eingesetzte Arbeitsgruppe hat am 14.7. zum ersten Mal getagt (Protokoll).

Konkrete erste Ergebnisse sind im wesentlichen folgende (Details siehe Protokoll):

- Mit der Aktion Flüsterstrasse des Stadtrates werden Autofahrer mithilfe Info-Tafeln auf freiwilliger Basis aufgefordert, 'lärmarmer' zu fahren. Diese Aktion dauert bis zum 31. Oktober.
Ein Lärmdisplay in Grossformat bei der Kreuzung Talackerstrasse zeigt bis ca. mitte September zusätzlich den aktuellen Lärmpegel an.
- Verschiedene z.T. schon seit längerem diskutierte Massnahmen sollen für den Teil zw. Lindspitz und Haldenstrasse reaktiviert, installiert und getestet werden:
 1. Kreisel an der Kreuzung Haldenstrasse (kurzfristig, d.h. so rasch wie möglich)
 2. Versetzte Parkplätze (kurzfristig, d.h so rasch wie möglich)
 3. "Schutzstreifen" durch Trottoir ersetzen (mittel- bis langfristig)
- Verkehrsflusserhebungen (wieviele benutzen welche Teile der Rychenbergstrasse und woher kommen sie), sowohl für LKW's wie auch PW's (mittelfristig)

In den nächsten Monaten werben an 8 Standorten entlang der ganzen Rychenbergstrasse Tafeln des Programmes "Sparfuss" für ein Fahren im höheren Gang. Die Aktion der Stadt läuft unter dem Namen "Flüsterstrasse". Sie soll helfen die Lärmbelastung an der Rychenbergstrasse zu senken. Wir unterstützen diese Bemühungen selbstverständlich und hoffen, dass sich ein Grossteil der Autofahrer zu "leiserer" Fahrweise motivieren lässt.

Unsere eigene Plakatierungsaktion haben wir vorläufig zurückgestellt (aufgeschoben ist nicht aufgehoben).
Möglicher nächster Zeitpunkt für eine Durchführung: Frühling 2000, wenn die Tage wieder länger werden....

September 1999

Die Arbeitsgruppe Rychenbergstrasse ist für eine Begehung vor Ort zusammengekommen (Protokoll). Es wurde ausführlich über verschiedene mögliche Massnahmen und Probleme diskutiert. Die nächste Sitzung (November) wird - hoffentlich - weitere konkrete Schritte bringen.

Im März 99 verlangte das Parlament (Grosser Gemeinderat) vom Stadtrat einen Ergänzungsbericht zum Postulat Mächler. Dieser ist jetzt veröffentlicht worden und wird demnächst im GGR (Traktandierung frühestens am Montag, 1. November) beraten werden.

Unsere eigene Antwort darauf wurde den Medien am 16.9. zugestellt.

Ende September 1999

Nach dem mageren Inhalt des Ergänzungsberichtes (der Stadtrat ist weit davon entfernt, ein Konzept zur Verkehrsberuhigung der ganzen Rychenbergstrasse zu präsentieren) und nach eingehender erneuter Analyse der Situation kann unsere aktualisierte Haltung kurz auf die folgenden Kernpunkte gebracht werden:

- Der Flüsteraufruf geht im Lärm unter. Der Lärm an der Rychenbergstrasse kann nur mit konkreten Massnahmen bekämpft werden. Der Aufruf an die Autofahrer verhallt weitgehend wirkungslos. Hinzu kommt, dass die Sicherheit für alle schwächeren Verkerteilnehmer auch durch leiseres Fahren in keiner Weise verbessert wird.
- Der übermässige Lärm ist, da sind wir unterdessen durch viele Hinweise überzeugt, weitgehend auf Fremdverkehr zurückzuführen. Fremdverkehr (oder Schleichverkehr), der seit Jahren zunimmt und auch für die massive Zunahme der Verkehrsmenge hauptverantwortlich ist.
- Deshalb verlangen wir umgehend eine detaillierte und unabhängige Verkehrsflussanalyse. Wir wollen mit präzisen Zahlen wissen, wieviel Fremdverkehr über die Rychenbergstrasse fährt.
- Wir begrüssen die Haltung des Stadtrates stadtweit möglichst nur noch zwei Temporegimes, nämlich 30 und 50 zu haben. Die Konsequenz für die Rychenbergstrasse kann allerdings nur heissen: zumindest teilweise Tempo 30 !.
- Die Rychenbergstrasse ist eine rein kommunale Sammelstrasse. Wir erwarten, dass dem kommunalen Richtplan Nachachtung verschafft wird. Dieser verlangt, dass bei übermässigem Fremdverkehr Massnahmen ergriffen werden müssen, diesen zu reduzieren.

Ein von uns verfasster, ausführlicher Bericht zur aktuellen Situation wurde den Fraktionen des grossen Gemeinderates zugestellt. Wir werden in der nächsten Zeit mit verschiedenen politischen Vertretern Kontakt aufnehmen. Das Thema soll auch im GGR 'heiss' bleiben.

1. November 1999

Am 1. November ist der Ergänzungsbericht zum Postulat Mächler im grossen Gemeinderat diskutiert worden.

Für den unterdessen zurückgetretenen Postulant legte sich zunächst der EVP-Vertreter Rolf Weibel noch einmal mächtig für unsere Anliegen ins Zeug. Die EVP ist mit der Antwort des Stadtrates gar nicht zufrieden. Weibel zeigte auf wie es der Stadtrat - in Bezug auf die Rychenbergstrasse - seit Jahren unterlässt, den Vorgaben des kommunalen Richtplans sowie der Einhaltung der Lärmgrenzwerte nachzukommen. Weiter vergleicht er: "Alle städtischen Ausfallachsen sind heute auf Tempo 50 signalisiert. Die Rychenbergstrasse ist keine Ausfallachse, deshalb wäre Tempo 30 eine absolut angemessene Massnahme" Er moniert weiter, dass die bisherige Strategie des Stadtrates, die durchfahrenden Autofahrer zu schonen, zugunsten der Anwohner umzukehren sei. Ansonsten von der Wohnqualität bald nichts mehr übrig bleibe.

Von den Fraktionen der SP und den Grünen erhalten wir ebenfalls volle Unterstützung. Frau Daniela Werner von der SP bemängelt insbesondere das - immer noch - fehlende Konzept zur Verkehrsberuhigung und bezeichnet die bisherigen Sofortmassnahmen als halbherzig und wenig wirkungsvoll. Weiter betont sie: "die detaillierte Verkehrsuntersuchung ist längst überfällig". Schliesslich fordert sie den Stadtrat auf, den politischen Willen aufzubringen, endlich etwas handfestes zu unternehmen.

Martin Stauber von den Grünen ergänzt die negative Stellungnahme noch mit folgender Ueberlegung: Die Rychenbergstrasse wird zusehr als Ausweichroute und Abkürzung zur Umgehung von Staus und Lichtsignalen auf den Hauptachsen benutzt. Dies widerspricht eindeutig dem kommunalen Richtplan. Deshalb ist dringend Handlungsbedarf gegeben.

Von den anderen Parteien wird der Ergänzungsbericht im grossen und ganzen gutgeheissen. Kienzle von der CVP könnte sich höchstens für den Bereich von kritischen Stellen, wie z.B. Schulhäusern, eine Temporeduktion vorstellen. Andere Massnahmen, wie z.B. versetzte Parkplätze, Schwellen oder gar eine Unterbrechung der Strasse werden von den bürgerlichen Parteien mehr oder weniger unisono als "Verkehrsbehinderung" bezeichnet. Der Sprecher der SVP konnte sich immerhin dazu durchringen folgendes Statement abzugeben: "Wenn schon unbedingt Verkehrsberuhigung sein muss, dann lieber Tempo 30 mit flüssigem Verkehr auf langsamerem Niveau als mit dem Einsatz von Verkehrsbehinderungsmassnahmen".

Die abschliessende Stellungnahme von Stadtrat Hans Hollenstein fiel erwartungsgemäss aus: Er stellte klar, dass er an Tempo 50 festhalten wolle. Er anerkenne den Handlungsbedarf durchaus, er wolle aber primär den Mitte Jahr begonnenen Prozess des Gesprächs mit den Direktbetroffenen (Arbeitsgruppe) weiterführen. Die Arbeitsgruppe soll versuchen tragfähige Lösungen für die Verbesserung der Situation zu erarbeiten.

Die Postulats-Antwort des Stadtrates wird schliesslich vom Rat mit einer knappen Mehrheit von 27 zu 26 Stimmen in "ablehnendem Sinne" zur Kenntnis genommen. Das Postulat Mächler ist damit politisch abgeschlossen. Die Tatsache der ablehnenden Kenntnisnahme - ein wohl eher seltenes Ereignis - ist aber immerhin eine deutliche Schelte an die Adresse des Stadtrates. Mithin können wir in diesem Zusammenhang durchaus von einem politischen Erfolg sprechen.

Im Landboten hiess es tags darauf: "Stadtrat unter Beschuss" !

18. November 1999

1. Mitgliederversammlung. im Schulhaus Rychenberg. In Kürze das Wichtigste:

Der Jahresabschluss wird genehmigt.
Der Vorstand berichtete ausführlich über seine Tätigkeit im abgelaufenen Jahr.
Für die zurückgetretene Frau Sigg wird Herr Christian Gantner, Rychenbergstr. 361, als neues Vorstandsmitglied gewählt.
Nach kurzer Diskussion werden die neuen Ziele einstimmig genehmigt.
Fürs folgende Jahr wird der Schwerpunkt der Aktivität des Vorstandes zunächst in der Arbeitsgruppe mit der Stadt liegen. Vorbehalten bleiben bei Bedarf erneute politische Aktivitäten.
Die unregelmässige Herausgabe eines Informationsblattes ist geplant (erstmals gegen Ende 1.Q 2000).
Für Frühling und Sommer sind an der Rychenbergstrasse folgende Aktionen geplant: Plakatierung, Strassenkaffee.

22. Januar 2000

Erste Erfolge zu verzeichnen: Kreisel und versetzte Parkplätze im äusseren Lind !

Am 19.Januar ist die Arbeitsgruppe Rychenbergstrasse erneut zusammengekommen (Protokoll). Herr Hollenstein konnte uns die Freigabe der beschlossenen Massnahmen durch den Stadtrat mitteilen. Wir freuen uns mit den Anwohnern im äusseren Lind darüber, dass nun nach jahrelangem Bemühen endlich etwas geschieht (Echo in der NZZ).

Jedoch, unsere Arbeit geht weiter. Einerseits muss der einjährige Versuch aufmerksam begleitet und seine Auswirkungen präzise festgehalten werden, andererseits geht die Diskussion um Massnahmen für die anderen Abschnitte der Rychenbergstrasse weiter. Hier sind wir erst am Anfang eines langen, beschwerlichen Prozesses.

Die Arbeitsgruppe hat begonnen, alle möglichen Massnahmen detailliert zusammenzutragen und zu bewerten. Dank unserer Intervention wird auch eine Temporeduktion wieder mit in Betracht gezogen (zunächst unter rein technischen Aspekten) siehe im Protokoll.

Wir akzeptieren keinesfalls, dass eine der erwiesenermassen am besten geeignete und gleichzeitig auch noch günstigste Verkehrsberuhigungsmassnahme à priori ausgeschlossen sein soll: Die Temporeduktion.

Das Festhalten des Stadtrates an Tempo 50 ist nicht nur dem Dialog in der Arbeitsgruppe hinderlich, es steht auch im Widerspruch zu übergeordneter Verkehrsplanung. Das UVEK Strategiepapier (PDF-Datei) des Bundesrates nämlich setzt auf nachhaltige Verkehrsentwicklung und nennt dabei die Förderung des Langsamverkehrs explizit als eine der zentralen Massnahmen hierzu !

Diese Position ist in einer Medienmitteilung am 22.1. veröffentlicht worden.

20. April 2000

Die provisorischen Signalisationen im äusseren Lind (zw. Lindspitz und Haldenstrasse) - versetzte Parkplätze und Kreisel - sind fertig erstellt.

Wir möchten uns auch an dieser Stelle für die effektive und rasche Realisierung bei den Behörden bedanken. Schon die ersten Tage zeigen einen markanten Effekt in die Richtung langsamerer Fahrweise. Die Stadtverwaltung (Verkehrsplanung) begleitet den Versuch mit verschiedenen Tempomessungen (voher/nachher Vergleich).

Wir alle sind gefordert (besonders auch als Anwohner), diese Messungen durch eigene Beobachtungen und Erfahrungen zu ergänzen, damit der Versuch nach Ablauf der einjährigen Frist auch korrekt bewertet werden kann.

Die Arbeitsgruppe hat für den Rest der Rychenbergstrasse unterdessen einen Massnahmen- und Bewertungskatalog zusammengetragen, der die Basis für die weitere Evaluation von verkehrsberuhigenden Massnahmen bildet.

15. Mai 2000

Aktionen dieses Sommers

Aktuell Mai 2000 (unser Info-Blatt)
Zeigt auf, weshalb wir "im Recht" sind!
(Hier können Sie eine PDF-Version downloaden)
Plakate an der Rychenbergstrasse

Aus der Arbeitsgruppe

Die letzten zwei Sitzungen (Februar und April) der Arbeitsgruppe Rychenbergstrasse waren dem Thema Massnahmenkatalog gewidmet. Es ging darum, für die gesamte Rychenbergstrasse eine Auslegeordnung von technisch möglichen Massnahmen zu erstellen. Gemeinsam wurde ein Papier erarbeitet, das verschiedenste Verkehrsberuhigungsmassnahmen in Beziehung zu deren Auswirkungen stellt. Die Bewertung wurde qualitativ vorgenommen, d.h. aufgrund von Erfahrungen (Verwaltung) und persönlichen Einschätzungen (alle) erstellt. Lesen Sie selbst im germeinsam erstellten Schlussbericht....

Das Resultat lässt sich grob in zwei Trends zusammenfassen:

Es gibt erstens eine Reihe "schwacher" Massnahmen, welche in Bezug auf unsere Ziele nur kleine oder mässige Auswirkungen haben. Z.B. Velolängsstreifen, Fussgängerlängsstreifen auf der Seite ohne Trottoir, Fahrbahnverengungen bei Fussgängerstreifen, Aufpflästerungen bei Bushaltestellen, versetzte Parkplätze. Einzelne dieser Massnahmen sind in Bezug auf die Sicherheit für schwächere Verkehrsteilnehmer (oder für den Bus) nicht unproblematisch (z.B. versetzte Parkfelder), andere sind politisch eher unbeliebt (Schwellen).

Daneben existieren zweitens verschiedene "stärkere" Massnahmen, welche eindeutig mehr Wirkung hätten (z.B. signalisierte Temporeduktion, Unterbrechung für motorisierten Individualverkehr). Während die Massnahmen der ersten Gruppe grundsätzlich mit eher kleinem bis mittlerem Aufwand (politischer Willen, Zeit und Geld) realisierbar sind, so ist bei den stärkeren Massnahmen mit wesentlich grösserem Aufwand zu rechnen.

Im Falle einer Temporeduktion stehen allerdings nicht die Kosten, sondern der fehlende politische Wille im Vordergrund! Der Massnahmenkatalog - damit auch das vorläufige Resultat der Arbeitsgruppe - sowie die Stellungnahme der betroffenen Parteien (IG, Verkehrsbetriebe, Verwaltung) - welche in den nächsten Wochen ausgearbeitet werden - gehen jetzt zur Bearbeitung an den Stadtrat. Wir sind auf seine Antwort gespannt.

Unsere Stellungnahme, kurz auf einen Nenner gebracht, ist folgende: Wir wollen keine Pflästerlipolitik, sondern Nägel mit Köpfen. D.h. es sind Massnahmen anzusetzen, welche einen deutlichen Verkehrsberuhigungseffekt auslösen. Dafür werden wir uns einsetzen.

Nach den Sommerferien wird es am "runden Tisch" zusammen mit den politisch Verantwortlichen in die nächste "Verhandlungsrunde" gehen. Bis dahin wollen wir die Zeit für verschiedene Aktivitäten nutzen!

5. Juli 2000

Plakatierung

Unsere Plakataktion ist ein voller Erfolg!
An gegen 30 Standorten stehen Tafeln gut sichtbar an der Strasse

Am 2.7. ist unsere Medienmitteilung hierzu veröffentlicht worden.

Nochmals herzlichen Dank an alle, die aktiv mitgeholfen haben!

20. August 2000

Fazit zur Plakatierung

Die Plakataktion ist von der Bevölkerung überwiegend positiv aufgenommen worden. Der Tenor war immer wieder: Es ist gut, dass etwas geschieht, so kann es nicht weitergehen. Viele Autofahrer liessen sich (begünstigt durch die Ferienzeit, wo es auch mal etwas langsamer sein darf !) auf ein etwas niedrigeres Tempo ein. Autofahrer berichteten, dass man bei Tempo 40 nicht mehr unbedingt überholt wurde, insgesamt war damit ein kleiner Gewinn an Lebensqualität verbunden.

Andererseits gibt es eine noch immer viel zu grosse Gruppe von Auto- und Töff-mobilen (wie auch Buschauffeure!), die sich in keiner Weise angesprochen fühlten. Im Gegenteil, manchmal scheint es, als würde erst recht noch mehr Gas gegeben, wie wenn damit das schlechte Gewissen ganz besonders schnell verdrängt werden müsste.

Die Aufforderung zu langsamerer Fahrweise ist unübersehbar. Trotzdem sind offensichtlich nur wenige bereit, ihre Fahrweise freiwillig zugunsten von etwas mehr Lebensqualität für die Anwohner zu verändern. Sind ein paar Sekunden mehr für die Fahrt zur Arbeit zuviel verlangt?

Ohne "echte" Verkehrsberuhigungs-Massnahmen wird es nicht gehen !

3. November 2000

Schlusssitzung Arbeitsgruppe Rychenbergstrasse

Die Abschlusssitzung der Arbeitsgruppe Rychenbergstrasse mit Herrn Stadtrat Hans Hollenstein hat am 1. November stattgefunden. Nach intensiver Diskussion zeigte sich, dass auf Seite Behörde überhaupt keine Bereitschaft vorhanden ist, auf irgend eine der von der Arbeitsgruppe vorgeschlagenen, wirksamen Massnahmen einzugehen.

Wir sind in hohem Grad enttäuscht, und haben dies auch deutlich zur Kenntnis gebracht.

Insbesondere die Kompromissmassnahme Tempo 40 wird vom Stadtrat (ebenso wie Tempo 30) ohne plausible sachliche Begründung abgelehnt. Hollenstein stützt sich dabei allein auf seinen (eigenen) verkehrspolitisch sehr diskutablen Entscheid, in der Stadt komme nur noch Tempo 30 für Quartiere und Tempo 50 für verkehrsorientierte Strassen in Frage. Er ignoriert damit konsequent dass es bereits eine ganze Reihe Tempo 40 Strassen und Zonen gibt. Daneben tritt er auch die besondere Situation der kommunalen Sammelstrassen (wie die Rychenbergstrasse) mit Füssen, nichtbeachtend, dass diese verkehrs(real)politisch genau zwischen den Quartieren und den Hauptachsen liegen.

Die Behörden sind offensichtlich (noch) nicht bereit, auf die Anliegen der Bevölkerung an den Lärm- und verkehrsgeplagten Sammelstrassen einzugehen, dies zeigen auch die Reaktionen des Stadtrates auf andere entsprechende Vorstösse, z.B. von Anwohnern der Bachtelstrasse oder der Dättnauerstrasse (kürzlich).

Die Details der Schlussitzung finden sie im Protokoll hier.

20. Dezember 2000

Wir haben mit den Verkehrsbetrieben Winterthur (WV) direkt Kontakt aufgenommen. Im Januar werden erste bilaterale Gespräche stattfinden. Das Thema ist die Buslinie 10. Gemäss einem Antrag der WV aus dem Jahre 1998 - in einem Stadtratsprotokoll festgehalten - verträgt der Fahrplan in Randzeiten (abends und am Sonntag, wenn der Bus bis Hegi fährt) keine weitere Verkehrsberuhigung ohne Kompensation. D.h. die Aussage der WV ist, der Fahrplan könne sonst nicht eingehalten werden. Die Linienführung wurde damals so geändert, dass auch die Haltestellen an der Stadthausstrasse bedient werden können.

Diese Information wurde uns erst an der Schlussitzung der Arbeitsgruppe präsentiert! Stadtrat Hollenstein nutzte sie, um damit gegen die Kompromisslösung Tempo 40 zu votieren. Nochmals. Das Argument gilt nur für die Randzeiten. Tagsüber, das bestätigte uns WV Chef Urs Huber persönlich, gibt es keine technischen Hindernisse für z.B. Tempo 40.

Wir sind empört, dass uns dieses Protokoll erst am Ende der Tätgkeit der Arbeitsgruppe vorgelegt wurde, obwohl ein Vertreter der Verkehrsbetriebe ab der 2. Sitzung immer auch eingeladen war.

Die IG Rychenbergstrasse wird sich gegenüber den WV dafür einsetzen, dass eine Lösung gefunden werden kann, die auch auf Anwohner und Schüler an der Rychenbergstrasse Rücksicht nimmt.

Ende November hat sich eine Interessengruppe von Anwohnervertretern (IG's und Quartiervereine) gebildet, welche zum Ziele hat, Verkehrsberuhigungsaktivitäten an Sammelstrassen (kommunal klassierte Strassen) stadtweit zu koordinieren, um damit gegenüber den Behörden mehr Gewicht zu erhalten. Diese Aktivität wird von uns ebenfalls mit hoher Priorität begleitet und mitgestaltet.

18. Januar 2001

Aktuelle Kurzinfo von der GV 2000 (Mitgliederversammlung vom 17.1.2001)

Für die zurückgetretene R. Ziegler wird als neues Mitglied im Vorstand Jürg Gurtner (Rychenbergstr. 364) gewählt.
W.E. Bauder (Präsident), R. Diener, C. Gantner u. U. Mörgeli werden einstimmig wieder gewählt.
Auf Antrag des Vorstandes wird der hängige Rekurs von 25 Anwohnern gegen den zu erwartenden Mehrverkehr durch die Umzonierung im Sulzer Areal Oberi für die folgenden 2 Jahre mit jährlich 2000.- unterstützt.

Der Vorstand informierte über das vergangene Jahr:

Dabei standen im Vordergrund die Verhandlungen in der Arbeitsgruppe, welche am 1. Nov. mit der Schlusssitzung endete. Das Resultat ist deutlich: Alle möglichen und einigermassen wirkungsvollen Verkehrsberuhigungsmassnahmen werden von Stadtrat Hollenstein kategorisch abgelehnt. Die Begründung insbesondere gegen Tempo 40 ist rein politisch und fusst mit einer einzigen kleinen Ausnahme auf keinerlei sachlichen Argumenten. Die Ausnahme betrifft die Linie 10 der WV, welche in den Randstunden, wenn der Bus einmal pro Stunde über Hegi fährt keine Reserve im Fahrplan hat um mit kleinerem Tempo zu fahren (laut Aussage von U.Huber, Chef WV).

In einem Nachgespräch mit U. Huber im Januar 2001 (an der wir beantragten, ein Team von IG Vertretern und Fachleuten der WV zu bilden, um die Problematik im Detail zu besprechen und nach Lösungen zu suchen) endete identisch: Auch die WV bieten keinerlei Hand, nach Lösungen für unsere Probleme zu suchen. Die Antwort lautete kategorisch (genau wie bei Hollenstein): Das aktuelle Verkehrsregime (Tempo 50) wird nicht geändert!

Fazit: Behörden (und Verkehrsbetriebe) nehmen unsere Anliegen nicht ernst. Der Stadtrat ignoriert konsequent den gesetzlichen Auftrag, übermässigen Lärm an der Quelle zu bekämpfen und dafür zu sorgen, dass die Leitplanken des kommunalen Richtplanes erfüllt werden, welche da z.B. heisst: "Bei denjenigen (kommunalen) Strassen, die eine hohe Verkehrsbelastung aus quartierfremdem Verkehr aufweisen und durch Wohngebiete führen, sind Massnahmen zur Reduktion des durchgehenden Verkehrs zu treffen" (Argumentarium).

Unser Gast Herr Rolf Weibel (Mitglied der EVP-Fraktion im GGR) berichtete von einem erfolgreich eingeführten Beispiel einer flexiblen Schranke auf einer Sammelstrasse. Das Beispiel stammt aus Wallisellen. Die Schranke kann mit Fernbedienung von ZVV-Bus und öffentliche Diensten geöffnet werden. Der ZVV hat offensichtlich keine Probleme damit. Randbedingung: Die Behörden von Wallisellen hatten sich dafür eingesetzt!

Als nächste Aktivitäten werden verfolgt:
Neuausrichtung unserer Strategie zum weiteren Vorgehen.
Stadtweite Koordination der Verkehrsberuhigungsaktivitäten an Sammelstrassen.
Einsatz für die Verbesserung der (noch provisorischen) Massnahmen im äusseren Lind.
Und, und, und, ....

21. März 2001

Pressekonferenz zum Nullentscheid des Winterthurer Stadtrates zum Schlussbericht der Arbeitsgruppe Rychenbergstrasse über verkehrsberuhigende Massnahmen

Hier die Kurzfassung unserer Stellungnahme (Komplette Version):

Die Arbeitsgruppe Rychenbergstrasse hat, aufgrund ihres Schlussberichtes zur Verkehrsberuhigung, Stadtrat Hollenstein die Kompromissmassnahme Tempo 40 vorgeschlagen. Der Antrag wurde rundweg, ohne plausible Begründung, abgelehnt. Folgendes wird festgehalten:

1. Der Stadtrat tut nichts gegen die schleichende Zerstörung reiner Wohngebiete

Die Rychenbergstrasse nimmt heute bereits mehr als 30% Durchgangsverkehr auf. Der kommunalem Richtplan verlangt zum Schutz der Wohnquartiere (für Sammelstrassen) Massnahmen zur Reduktion von übermässigem Fremdverkehr. Die Behörden scheint dies nicht zu kümmern.
Die Anwohner fordern deshalb zu Recht eine ernsthafte Prüfung von Massnahmen zur Reduktion des quartierzerstörenden Durchgangsverkehrs.

2. Der Stadtrat ignoriert seinen gesetzlichen Auftrag zum Schutz von Wohnbevölkerung und schwächeren VerkehrsteilnehmerInnen.

Der Lärmgrenzwert des Bundes wird um bis zu 4dB überschritten. Die Werte sind mit denjenigen z.B. an der Breitestrasse vergleichbar. Aufgrund der LSV muss gehandelt werden. Im Dialog mit der Bevölkerung werden überall Massnahmen zur Verbesserung der Sicherheit (v.a. auch für Kinder und Schüler) und Wohnqualität (für Anwohner) eingeleitet. Am grössten Teil der Rychenbergstrasse geschieht noch immer nichts.
Es bleibt auf dem Tisch: A. Die Sicherheit für Tausende von Kindern und velofahrenden SchülerInnen muss verbessert werden. B. Anwohner der Rychenbergquartiere haben ein Recht auf die Einhaltung der Lärmemissionsgrenzwerte.

3. Der mögliche und vernünftige Kompromiss "Tempo 40" wird rundweg abgelehnt.

T40 stört den Bus (Linie 10) nicht und wird von Anwohnern und Autofahrern breit akzepiert. Die Ablehnung durch Stadtrat und WV fusst auf keinerlei belegbaren Fakten. Diese Haltung wird die IG Rychenbergstrasse nicht einfach mehr hinnehmen!
Die IG Rychenbergstrasse fordert Regierung und Verkehrsbetriebe unmissverständlich zum Dialog auf. Für alle noch immer offenen Probleme muss gemeinsam nach Lösungen gesucht werden.

4. Die provisorisch angeordneten, versetzten Parkplätze im äusseren Lind (Haldengut bis Schaffhauserstrasse) sind zwingend mit weiteren Massnahmen zu ergänzen.

Bei gleichzeitig erlaubtem T50 ist der Verkehrsberuhigungseffekt unvollständig, weil in verkehrsarmeren Zeiten nach wie vor mit 50 oder mehr gefahren werden kann. Im dichteren Verkehr ist zuviel "Stop" and "Go" (erneutes Beschleunigung auf 50) mit hohen Lärmemissionen zu beobachten. Noch immer zu hohes Tempo gefährdet in diesem äusserst engen Teilstück (ohne richtiges Trottoir) vor allem Kinder und Velofahrer ganz besonders. Die Anwohner haben das gleiche Recht auf Verkehrsberuhigung wie in der unmittelbar angrenzenden T30 Zone.
Die Forderung der Betroffenen ist unmissverständlich: Das Teilstück Haldengut bis Schaffhauserstrasse muss zusätzlich mit T30 und LKW Durchfahrtsverbot signalisiert werden.

Die Reaktion in den Medien vom 22. März 2001:

Landbote
"IG Rychenbergstrasse fordert Verkehrskonzept, Rekurs gegen die neue BZO"

Tages-Anzeiger
"Verärgerte Anwohner"

6. Juni 2001

Rekursinfos ...

Für demnächst erwarten wir die Entscheidung der BRK (Baurekurskommission), also das Urteil der ersten Instanz zum Rekurs gegen die Aufzonierung im Sulzerareal Oberi. Wie man in den Medien lesen konnte, sind alle Stellungnahmen der betroffenen Parteien eingegangen. Bausekretär Störi macht die Sache einiges Kopfzerbrechen. Dies erstaunt uns gar nicht!
Lesen Sie auch hier: Rekursinfos im Landboten

25. Juni 2001

Lancierung Motion im GGR: "Abklassierung der Rychenbergstrasse"

Mitte Juni veröffentlichen die Gemeinderäte Rolf Weibel (evp), Mathias Gfeller (grüne) und Hans Ulrich Würgler (sp) namens ihrer Fraktionen eine Motion zur Streichung der Rychenbergstrasse aus dem kommunalen Richtplan. Mit diesem Vorstoss - der bei den Parteien breite Unterstützung findet - soll endlich die Basis für echte Verkehrsberuhigung gelegt werden. Die Motion, falls sie dann vom Parlament überwiesen wird, enthält den für den Stadtrat verbindlichen Auftrag, die Rychenbergstrasse aus dem kommunalen Richtplan zu entlassen, bzw. die entsprechend notwendigen Schritte hierzu einzuleiten. Wir rechnen damit, dass der Antrag noch diesen Spätsommer/Herbst behandelt werden kann.

Die IG Rychenbergstrasse begrüsst und unterstützt diesen Vorstoss. Alle bisherigen Bemühungen um Verkehrsberuhigung scheiterten immer wieder am Argument der "bedeutsamen Verbindungsfunktion", welche die Rychenbergstrasse haben soll. Tatsächlich macht der Durchgangsverkehr heute bereits über 30% aus. Viel zu viel für diese durch reine Wohnquartiere führende Erschliessungsstrasse, die aufgrund ihrer Anlage keineswegs als Durchgangsstrasse konzipiert ist. Lesen Sie auch in unserer offiziellen Stellungnahme.

23. August 2001

Rekurs BZO Oberwinterthur: "Die Gruppe Rychi" zieht weiter!

Die Baurekurskommission IV des Kantons Zürich hat in ihrem Entscheid vom 19. Juli den Rekurs der "Gruppe Rychi gegen Durchgangsverkehr im Quartier" nur in Bezug auf den widerrechtlich abgeschlossenen, zusätzlichen Vertrag zwischen Sulzer und der Stadt gutgeheissen. Im zentralen Punkt des Anliegens der Anwohner - in der Befürchtung dass durch die neuen Nutzungen auf dem Sulzerareal noch mehr Verkehr auf die Rychi zukommt - hat sie die Legitimation hierzu nicht anerkannt.
(Bericht im Landboten)
(Bericht im Tages-Anzeiger)

Das Gericht verlangt von uns quasi den Beweis der speziellen Betroffenheit!
Ein starkes Stück. Wenn doch bekannt ist, wie die Verkehrssituation an der überlasteten Frauenfelderstrasse in Oberwinterthur ist, wenn doch bekannt ist, dass die Erschliessung des Areals zu einem grossen Teil über die Seener-/Frauenfelderstrasse erfolgen muss, wenn weiterin unzweifelhaft ist, dass die zukünftige Nutzung deutlich mehr Vekehr "erzeugen" wird als heute, wenn allen Verkehrsfachleuten klar ist, dass die weitere Verstopfung der Hauptachse unweigerlich zu Ausweichverkehr an der Rychi führen wird, wenn weiterhin bekannt ist, dass wir an der Rychi schon heute über 30% Durchgangsverkehr haben; dann ist es schon beinahe zynisch, hier einen Beweis liefern zu müssen. Eigentlich müsste vielmehr die Planung "beweisen", dass wir nicht vom Verkehr überschwemmt werden.....
Doch so liegen eben die rechtlichen Dinge in unserem Land heute!

Die Rekurrentenversammlung der "Gruppe Rychi" hat am 23. 8. 2001 mit überwältigendem Mehr beschlossen, den negativen Entscheid der Baurekurskommission nicht zu akzeptieren, und bei der nächsthöheren Instanz, dem Verwaltungsgericht des Kantons Zürich, Beschwerde dagegen einzulegen. Die Gruppe wird den notwendigen "Beweis" bzgl. der Betroffenheit geeignet "nachliefern" und auch gleich eine Entschädigung für den ihr auferlegten Aufwand einfordern!

Vorwürfe der Gegenpartei und einzelner politischer Exponenten in Winterthur, die Gruppe "würde mit ihrem Rekurs der Stadt einen Bärendienst erweisen" weist die "Gruppe Rychi" in aller Form zurück. Wer die Verantwortung für die gegenwärtige - weder von uns noch der "Gruppe Rychi" gewünschte - Entwicklung wirklich trägt, hat die Gruppe in einer Medienmitteilung am 26.8. nochmals offiziell deutlich gemacht!

28. August 2001

GGR: Ueberweisung der Motion Weibel/Gfeller/Würgler zur Abklassierung der Rychenbergstrasse!

Mit einem klaren Mehr überweist der Grosse Gemeinderat den verbindlichen Auftrag an den Stadtrat. Danke! Wir können einen weiteren - wichtigen - Etappensieg auf unserem Weg zur Verkehrsberuhigung verbuchen.

Nachdem der Gemeinderat schon vor zwei Jahren mit dem Bericht des Stadtrates zur Motion Mächler nicht zufrieden war, hat er jetzt parallel zu unseren eigenen Aktivitäten, die Sache Rychi wieder selbst markant vorangetrieben. Die Worte der Votanten von SP, GP und EVP konnten nicht deutlicher sein: "Der Stadtrat muss offensichtlich mit Druck in die Verpflichtung genommen werden, endlich etwas für die Anwohner an der Rychenbergstrasse zu tun". FDP und SVP lehnten den Antrag ab. Obwohl auch die CVP mehrheitlich gegen die Motion war, meinte deren Sprecher: "Es ist höchste Zeit, Massnahmen wie Tempo 40 und LKW-Verbot umzusetzen."
(Bericht im Landboten)
(Leserbrief: Verkehrsblindheit)

Wie geht es weiter:
Mit der Motion wird der Stadtrat verbindlich verpflichtet, der PPK (Planungskomission) des GGR den Auftrag zu erteilen, ein Konzept für die Durchführung der Abklassierung auszuarbeiten. Dies muss innerhalb eines halben Jahres geschehen. Die PPK muss dann erneut zu Handen des Parlaments einen entsprechenden Antrag ausarbeiten. Dieser wird mit Sicherheit erst vom nächsten Gemeinderat - also nach den Wahlen 2002 - tatsächlich beraten und entschieden werden.....

Unsere Einsatz geht aber jetzt schon weiter. Wir werden versuchen in den folgenden Gesprächen mit Stadtrat und Verwaltung einen oder mehrere bedeutende Schritte vorwärts zu machen. Falls sich noch immer nichts zugunsten unserer Anliegen bewegen sollte, müssen die Behörden damit rechnen, dass sowohl Parlament wie auch wir nicht nur die Abklassierung sondern - als ultima ratio - auch die dann mögliche Unterbrechung anvisieren werden (Diese Position wurde auch im Parlament deutlich bezogen!).

17. September 2001

Besprechung der Auswertung zu den provisorischen Massnahmen im Aeusseren Lind

An der Besprechung mit Stadtrat Hollenstein haben wir zunächst den Vorschlag aufgebracht, die noch immer hängige Verkehrsberuhigungsproblematik für den grossen Abschnitt zwischen Haldenkreisel und Stadlerstrasse mit einem neu zu schaffenden Runden Tisch anzugehen. Vertreter der Stadt und der Anwohner sollen gemeinsam nach neuen Wegen suchen. Der Stadtrat hat auch dieses Ansinnen abgelehnt : Es wäre genug diskutiert worden (!), es gäbe keine neuen Vorschläge und er sei jetzt nicht bereit, nochmals in eine Gesprächsrunde einzusteigen. Weitere Details in unserem ausführlichen Protokoll (PDF-Datei).

Die Auswertung des Versuches im Auesseren Lind zeigt klar folgendes:

1.  Der Kreisel ist unbestritten, er bringt leichte Verbesserung in Bezug auf Sicherheit und Durchfahrtstempo.
2.  Die versetzten Parkplätze reduzieren zwar das Tempo um maximal 7km/h jedoch ist der Lärm aufgrund vermehrtem Stop and Go bei zu hohem Grundtempo noch grösser als zuvor!
3.  Unsere bereits zuvor eingereichte Forderung nach Ergänzung der Massnahmen mit Tempo 30 und LKW-Verbot für diesen Abschnitt bleibt bestehen: Nur damit würde eine "echte" Beruhigung erzielt!

Unterdessen (24. Oktober) hat eine weitere Begehung vor Ort - zusammen mit Vertretern der Polizei und Verkehrsplanung -verschiedene kleinere Verbesserungen im Bereich der versetzten Parkplätze zusammengestellt. Diese sollen als Ergänzung noch in die aktuelle Ausschreibung gelangen.
Die Stadtregierung will die provisorischen Massnahmen nun definitiv ausschreiben. Die ergänzenden Markierungen werden allerdings wohl kaum noch vor dem Winter realisiert werden können...

19. September

Beschwerde ans Verwaltungsgericht eingereicht

Die Gruppe "Rychi gegen den Durchgangsverkehr im Quartier" hat heute gegen den negativen Legitimationsentscheid der Baurekurskomission (erste Instanz) beim Verwaltungsgericht des Kantons Zürich Beschwerde eingereicht. Sie begründet ihre Legitimation mit einer ausführlichen Studie der zu erwartenden Verkehrsentwicklungen. Damit weist die Gruppe gleichzeitig materiell nach, dass mit erheblichem Mehrverkehr zu rechnen ist (Bericht im Landboten).

Die Studie der Verkehrsfachleute (Bürkel Baumann Schuler AG) kann hier elektronisch (siehe unten) oder über die Adresse der IG Rychenbergstrasse gegen einen Unkostenbeitrag von Fr. 8.- in Papierform bezogen werden.

30. Oktober 2001

In Zukunft bis zu 3 x soviel Durchgangsverkehr wie heute !

Dies ist das beunruhigende Szenario der jüngsten Verkehrsstudie zur Rychenbergstrasse. Vorgelegt diesen Herbst von einem Winterthurer Verkehrsplanungsbüro (siehe unten). Wir berichten darüber, sowie über andere Themen ausführlich in unserem "Aktuell", das dieser Tage an und um die Rychenbergstrasse verteilt wird. Wer die gedruckte Version nicht erhalten hat:
Download als PDF-Datei hier (ca. 170 kB)

Im "Aktuell" verweisen wir auf zwei Studien von externen Verkehrsfachleuten. Beide können als PDF-Dateien heruntergeladen werden:

1.  "Verkehrsentwicklung Rychenbergstrasse" (ca. 65 kB)
Bürkel Baumann Schuler, Ingeniere + Planer AG, Winterthur, September 2001
2.  "Sicherheit und Wohnqualität an der Rychenbergstrasse" (ca. 45 kB)
Ingenierbüro Pestalozzi & Stäheli, Basel, April 2001

8. November 2001

Sorgen wegen Verkehrsproblemen in Hegi

Die Hegemer Bevölkerung ist über die mangelnde verkehrstechnische Erschliessung der neuen Baugebiete in Hegi und im Sulzerareal Oberwinterthur sehr beunruhigt. Das zeigte sich an einer Informationsveranstaltung mit anschliessender Podiumsdiskussion des Ortsvereins Hegi deutlich.
Dass die Verkehrsprobleme in Hegi und an der Rychenbergstrasse miteinander zusammenhängen wird immer deutlicher. Hüben wie drüben muss dafür gesorgt werden, dass die bestehenden Wohnquartiere geschützt und nicht mit noch mehr Durchgangsverkehr belastet werden. Siehe auch die Reaktionen in den Leserbriefspalten.

Wir haben unseren Standpunkt auch in dieser Beziehung mit einer Medienmitteilung nochmals veröffentlicht.

30. November 2001

Keine Entlastungsstrasse in Sicht

Die kantonale Baudirektion hat eine Prioritätenliste für Umfahrungs- und Entlastungsstrassen im Kanton Zürich präsentiert. Darin sind, hauptsächlich aus finanziellen Gründen, die meisten Winterthurer Projekte ganz nach hinten gerutscht. Die Südostumfahrung sowie eine direkte Erschliessung des Sulzerareals in Oberwinterthur halten (gemäss der kantonalen Baudirektorin Dorothée Fierz) einer Kosten-Nutzen Analyse nicht stand, d.h. sie sind aufgrund der angespannten finanziellen Situation des Strassenbaufonds in die Klassierung zwar als wünschbar aber keinesfalls zwingend gesetzt worden (Reaktion im Landboten).

Kommentar:
Offensichtlich ist, dass Winterthur - wohl auf viele Jahre hinaus - vom Kanton keine Unterstützung für den Bau weiterer Hochleistungsstrassen erhält. Es wird immer deutlicher, dass die aktuellen Verkehrsprobleme auf diese Weise nicht gelöst werden können. Es müssen andere - lokale - Wege begangen werden. Am erfolgversprechendsten ist eine Mischung aus verschiedensten Massnahmen, welche zum Ziel haben, den Verkehr in der Stadt so zu führen, dass die negativen Auswirkungen minimiert werden können. Dazu gehören unter anderem erstens eine bessere Verkehrsführung ab den Einfallsachsen so, dass nicht mehr Autos in die Stadt fahren können, als das Strassennetz verträgt. Zweitens sollten endlich flankierende Massnahmen zum Schutz der überbelasteten Wohnquartiere - wie z.B. der Rychenbergstrasse - vor quartierfremdem Durchgangsverkehr aktiviert werden. Drittens schliesslich muss - insbesondere in Hegi und im Sulzerareal Oberwinterthur - die Erschliessung mit dem öffentlichen Verkehr, d.h. mit attraktiven Bahn- und Busverbindungen derart verbessert werden, dass auch der lokale Privatverkehr nicht immer weiter zunimmt.   (Reto Diener)

16. Januar 2002

3. Generalversammlung im Schulhaus Rychenberg (Kurzbericht)

Jahresrechnung und Revisionsbericht 2001 werden gutgeheissen. Die Mitgliederbeiträge bleiben auf dem Stand des Vorjahres. Vorstandswahlen sind erst nächstes Jahr wieder fällig (2 Jahre Amtsdauer). Dafür stehen die Stadt- und Gemeinderatswahlen vor der Türe (siehe unten).

Der Bericht zum Geschäftsjahr 2001 informierte über folgende Tätigkeiten: Erster erfolgloser Versuch, mit den Verkehrsbetrieben ins Gespräch zu kommen (Januar); Pressekonferenz zum Abschluss der Arbeitsgruppe (März); Resultate und Bewertung der provisorischen Massnahmen im Äusseren Lind (April-August); Studie BBS zur Verkehrsentwicklung auf der Rychenbergstrasse (August); Ueberweisung Motion "Abklassierung" im GGR (August); Besprechung provisorische Massnahmen mit Hollenstein (September); Begehung im Äusseren Lind zwecks Optimierung provisorischer Massnahmen (Oktober); Ausarbeitung "Aktuell" (Oktober/November).

Ueber die Entwicklungen beim Rekurs der "Gruppe Rychi gegen den Durchgangsverkehr" informierte Christian Gantner. Seit dem Weiterzug des Verfahrens an das Verwaltungsgericht des Kantons Zürich im August 2001 hat sich nichts wesentliches getan. Es haben lediglich verschiedene Schriftenwechsel zwischen den Anwälten, kantonalen Instanzen und dem Gericht stattgefunden. Weder die Stadt noch Sulzer haben bisher auf die Gesprächsangebote der "Gruppe Rychi" reagiert. Der nächste entscheidende Schritt wird die Antwort des Verwaltungsgerichtes sein.

Fürs neue Geschäftsjahr sind folgende Aktivitäten geplant:

1.  Stadtrats und Gemeinderatswahlen 2002: Präsentation unserer Anliegen in der Oeffentlichkeit, Konfrontation Politiker (v.a. Stadtratskandidaten) mit Fragen zu unseren Problemen, kleine Korrekturen am "properen" Bild von Hans Hollenstein, etwas "Wahlkampf" für unsere Sache.
2.  Kritische Begleitung der "Verbesserungen" im Äusseren Lind: Einige Zeit nach den Wahlen werden wir unsere Vorstellungen zu notwendigen Ergänzungen (LKW-Verbot, Tempo 30) erneut beim Stadtrat deponieren.
3.  Suche nach Partnern für Lösung des 10er Problems (keine Reserve im Fahrplan am Wochende für Temporeduktion auf der Rychi): Für die neuen Wohngebiete in Hegi sowie die Gewerbegebiete im Sulzerareal muss die Erschliessung mit dem öffentlichen Verkehr verbessert werden. Die Linienführung des 10er Busses am Abend und Wochenende mit dem Umweg über die Rychi (nur eine Verbindung pro Stunde) kann nicht genügen. Es müssen neue Lösungen gefunden werden.
4.  Pflege und Intensivierung der Kontakte zu Parteien, Behörden, Organisationen (Ortsvereine) und Verwaltung: u.a. im Parlament (bezüglich hängiger Motion "Abklassierung") sowie im Zusammenhang neuer "Initiativen" (Projekte 10er Bus oder Tempo 30 im Äusseren Lind, bzw. am Bäumlirank).

Februar 2002

Wahlkampf 2002 in Winterthur: Unsere Fragen an die Stadtratskandidaten

In einem persönlichen Brief forderten wir alle Stadtratskandidaten und -kandidatinnen auf, zu den Problemen rund um die Rychenbergstrasse Stellung zu nehmen. Daneben hatten wir Gelegenheit, an verschiedenen Wahlveranstaltungen Fragen zu stellen, bzw. mit einzelnen Kandidaten/innen längere Gespräche zu führen.

Als kleinen Beitrag zum Wahlkampf verteilten wir anschliessend an der Rychenbergstrasse ein paar Denkanstösse zu den eingegangenen, bzw. erhaltenen (Nicht-)Antworten.

Die Antwort aus dem Stadthaus (gemeinsam von allen 4 wiederkandidierenden Stadträten/innen) traf leider für unsere "Denkanstösse" zu spät ein. Neben der Aufzählung von Bekanntem enthält sie auch einige ganz "dicke" Falschaussagen, die man nicht anders als zynisch bezeichnen kann. Von der Adresse Hollenstein sind wir uns das - so bedenklich das auch ist - bereits ziemlich gewohnt. Dass die beiden SP Vertreter diesen Brief auch mitunterzeichnet haben, veranlasste uns aber zu einer direkten Replik.

Leserbriefe und Echo in den Medien

Verkehrsprobleme und die Rychenbergstrasse waren auch in den Medien präsent: Lesen Sie hier nach!

März 2002

Stadtratswahlen 2002: Kurzes Fazit

Der Vorstand der IG Rychenbergstrasse freut sich ganz besonders über die Wahl von Maja Ingold in die Winterthurer Stadtregierung. Wir betrachten dies als ein gutes Zeichen, auch für die Entwicklung in der ganzen Stadt. Dass weiterhin 3 Vertreter der SP in die Regierung gewählt wurden, macht uns für die Zukunft ebenfalls zuversichtlich. War es doch in der letzten Legislatur eindeutig die SP, welche unsere Anliegen im Gemeinderat zusammen mit EVP und Grünen vorbehaltlos unterstützte. Wir hoffen ernsthaft, dass die Anliegen von Anwohnern und Anwohnerinnen an Sammelstrassen wie der Rychenbergstrasse innerhalb der nächsten vier Jahre beim Stadtrat mehr Gehör finden werden.   (Reto Diener)

Kleine Schritte am Bäumli

Vor kurzem krachte zum wiederholten Male ein Auto in den (immer gleichen!) Gartenzaun eines Grundstückes am sogenannten Bäumlirank. Dieser wurde auf einigen Metern eingedrückt und schwer beschädigt. Zum Glück befand sich zu diesem Zeitpunkt keine Person auf dem davor endenden Trottoir. Das betroffene Grundstück befindet sich in unmittelbarer Nähe eines Fussgängerstreifens, mitten in der Kurve an einer sehr unübersichtlichen Stelle. Zum wiederholten Male wurden die Anwohner deshalb bei der Polizei vorstellig. Endlich sind nun tatsächlich einige zusätzliche Signalisationen angebracht worden. Diese sollen primär der Verbesserung der Sicherheit für alle Verkehrsbeteiligten dienen.

Neu ist zusätzlich auf beiden Seiten der Kurve je eine "Achtung Kurve" Tafel montiert worden. Auf der Talseite stadtauswärts (in der Aussenkurve) werden die Autofahrer zusätzlich mit schwarzen Schrägstreifen auf die engen Verhältnisse aufmerksam gemacht. Ergänzend sollen in der nächsten Zeit auch noch Seiten- und Mittelstreifen mit fluoreszierender Farbe markiert werden.

Am Bäumlirank - Blick nach Osten

Die sehr unübersichtlichen und engen Verhältnisse am Bäumlirank:
Strasse kaum 6 m breit; nur ganz schmale Trottoirs; aufgrund fehlender Gehsteigfortsetzungen(!) auf den Talseiten der Kurvenenden - je am Kurvenausgang - ein Fussgängerstreifen (Bäumliweg vom Stadtrain hinauf zur Bäumliterrasse); beidseits Wohnhäuser...

Am Bäumlirank - Blick nach Westen

Kommentar:
Es bleibt nur zu hoffen, dass die realisierten Massnahmen wirklich helfen, das Risiko eines Unfalles tatsächlich zu vermindern. Als - normalerweise - "flankierende" Massnahmen sind sie durchaus geeignet, hierbei unterstützend zu wirken. Am Bäumlirank - Gartenbau Hofmann Wir bedanken uns bei der Stadtpolizei, dass sie hier ihren Handlungsspielraum rasch und unbürokratisch für Verbesserungen genutzt hat. Das Hauptproblem aber - welches ursächlich zum hohen Unfallrisiko führt - ist nach wir vor nicht angegangen: In der unübersichtlichen Kurve ist jede Geschwindigkeit über 30km/h letztlich gefährlich und verantwortungslos. Leider sehen das viele Auto- und auch Busfahrer nicht ein! Die aus Sicherheitsgründen notwendige Reduktion des Fahrtempos von den vorher möglichen 50km/h auf etwas mehr als die Hälfte wird immer wieder unterlassen - die Gründe kennt jeder selbst....
Auch diese Massnahmen können daher nicht genügen. Sie müssen - genau wie im äusseren Lind - zwingend mit dem "Fundament" Tempobeschränkung ergänzt werden. Erst mit einer signalisierten Temporeduktion kann von einer echten und nachhaltigen Verbesserung der Sicherheit für Velofahrer, Kinder und Anwohner gesprochen werden. Gleichzeitig könnte damit auch eine Reduktion der Lärmbelastung für die Anwohner erreicht werden. Würde irgend jemand durch eine solche Massnahme beeinträchtigt?   (Reto Diener)

Änderungsbegehren zum ZVV Fahrplan für 2003 - 2004

In einer gemeinsamen Eingabe fordern die IG Rychenbergstrasse und der Ortsverein Hegi-Hegifeld den Zürcher Verkehrsverbund auf, die Fahrpläne der Buslinien 10 (Rychenberg(-Hegi)) und 680 (Hegi-Elsau-Schlatt) besser auf die Bedürfnisse der Anwohner abzustimmen. Es geht dabei insbesondere darum, dass die Linie 10 nicht mehr nach Hegi fahren muss (zu enger Fahrplan) und dass die Hegemer Bevölkerung mit der Linie 680 auch abends und am Wochenende direkt ab dem Hauptbahnhof Winterthur besser erschlossen wird. Die öffentliche Auflage des Fahrplanes bis am 24. März ermöglichte es allen interssierten Parteien, zu den neuen Fahrplänen Stellung zu nehmen. Für beide Linien (10 und 680) sind vom Verkehrsverbund bisher keine Änderungen vorgesehen.

Anmerkung:
Es kann nicht sein, dass die Linie 10 mit übersetzter Geschwindigkeit durch die Tempo 30 Zone in Hegi und die (beinahe) ganze Rychenbergstrasse fahren muss, nur damit die Anschlüsse an den Intercity am Hauptbahnhof nicht verpasst werden. Das pikante an der Geschichte: Stadtrat Hollenstein und U. Huber (Chef WV) wollten bisher eben genau deshalb, weil der Fahrplan keine Reserve hat, nichts von einer Temporeduktion auf der Rychenbergstrasse wissen!   (Reto Diener)

April 2002

Motion "Abklassierung" im grossen Gemeinderat

"Wichtige Strasse am Rychenberg", schreibt der Landbote über die offizielle Antwort des Stadtrates auf das Anliegen der Motionäre. Schon, aber nicht so, meinen wir! Der kümmerliche Bericht verhamlost einmal mehr die Situation komplett. Auf die wichtigen Dinge geht er gar nicht ein. Doch lesen sie selbst!

Der Vorstand hat sich deshalb entschlossen, einen Gegenbericht mit Medienmitteilung zuhanden der Parteien und Medien zu veröffentlichen. Die in unserer ausführlichen Stellungnahme erwähnte Einwendung zum Fahrplan finden sie hier. Eventuell wird das Geschäft bereits Anfang Mai wieder traktandiert....

Mai 2002

Rekurs verloren - Neue Verhandlungen mit dem Stadtrat gewonnen

Anfang Mai erreichte die "Gruppe Rychi" der negative Entscheid des Verwaltungsgerichtes zum Rekurs gegen die BZO Festlegungen im Sulzerareal Oberwinterthur:
Obwohl das kantonale Gericht den Argumenten der Gruppe in weiten Teilen Recht gibt, wird den Anwohnern die Legitimation zur Einsprache gegen die BZO letztendlich abgesprochen (man hätte nicht "hinreichend glaubhaft" vorgetragen, dass mindestens 25% Mehrverkehr zu erwarten wären!).
Es wird vom Verwaltungsgericht weiterhin festgestellt, dass der zusätzliche Vetrag zwischen Sulzer und der Stadt "keine nutzungsplanerischen Festlegungen" enthalte, damit also gültig sei (dies im 100%igen Widerspruch zur Vorinstanz, der Baurekurskomission).

Die insgesamt recht widersprüchliche - und durchaus nicht eindeutige Entscheidung - bewog die Gruppe zunächst, den Entscheid des Verwaltungsgerichtes an die nächste Instanz (Bundesgericht) weiterzuziehen.

Gleichzeitig aber nahm die Gruppe (Reto Diener) auch mit dem Vertreter der Stadt (Bausekretär Dr. F. Störi) Kontakt auf, um festzustellen, ob eine Bereitschaft der Stadt vorhanden wäre, zugunsten eines Nicht-Weiterzuges unsererseits, gewisse Entgegenkommen für eine Verkehrsberuhigung an der Rychenbergstrasse zu leisten. Dieser Prozess führte tatsächlich zu einer kurzen, aber intensiven Verhandlungsphase mit dem Stadtrat und konnte dank hohem Engagement aller Beteiligten kurz vor Ablauf der Eingabefrist mit einer gegenseitigen Einigung abgeschlossen werden.

Am Donnerstag, den 23.5. wurde die Vereinbarung zwischen dem Stadtrat und der Gruppe Rychi durch die Rekurrentenversammlung abgesegnet. Eine Mehrheit der Rekurrenten brachte damit - nach intensiven Diskussionen - zum Ausdruck, dass neuen und vorbedingungslosen Verhandlungen über wirkungsvolle Verkehrsberuhigungsmassnahmen, zugunsten einem weiteren juristischen Tauziehen mit ungewissem Ausgang, eine Chance gegeben werden sollte. Tags darauf konnte eine gemeinsame Medienmitteilung (Anwohnervertreter und Stadtrat) veröffentlicht werden.
(Medienberichte im Landboten und Tages-Anzeiger vom Samstag)

Den Ausschlag für die Entscheidung der Rekurrenten gab die verbindliche Zusage des Stadtrates, gemeinsam mit den Anwohnern, innnerhalb des nächsten halben Jahres einerseits Lösungen für die Probleme Sicherheit für schwächere Verkehrsteilnehmer und übermässige Lärmbelastung zu suchen, sowie andererseits alle Massnahmen (damit auch eine Temporeduktion) in die Evaluation miteinzubeziehen. Dr. Störi versicherte der Gruppe weiterhin persönlich, sich mit Stadtrat Hollenstein gemeinsam und ernsthaft für Lösungen einzusetzen, die deutlich über den Status von kosmetischen Massnahmen hinausgehen.

August 2002

Verkehrsberuhigungsmassnahmen im äusseren Lind werden definitiv

Das Kreiselprovisorium an der Kreuzung mit der Haldenstrasse wird in den nächsten Wochen durch einen Neubau abgelöst. Damit werden auch die neuen Verkehrsanordnungen (inkl. nachträgliche, noch nicht realisierte Anpassungen, siehe auch hier) im Abschnitt bis zum Lindspitz (versetzte Parkfelder, Markierungsänderungen) definitiv.

Im Rahmen des Kreiselbaus werden an verschiedenen Stellen Werkleitungsänderungen/-erneuerungen vorgenommen. Deshalb wird sich der Umbau auch etwas hinziehen. Weil der Verkehr verschiedentlich umgelenkt werden muss, wird für die Dauer der Baustelle das alte Verkehrsregime wieder hergestellt. z.T. wird der Verkehr - während der Bauzeit - auch mit Lichtsignalen geregelt werden.
Die aktuelle Signalisationsänderung gilt also nur temporär!

September 2002

Gespräche mit dem Stadtrat verlaufen konstruktiv

Von den jüngsten Gesprächen mit dem Stadtrat kann positives gemeldet werden. Sie verlaufen wie versprochen in offenem und konstruktiven Rahmen. Da eine ganze Reihe von wichtigen Abklärungen noch im Gange sind, können wir noch keine Einzelheiten bekannt geben. Nur soviel:
Es bewegt sich einiges!

Wir müssen aber Geduld haben. Es wird noch einige Zeit benötigen, bis alle Details geklärt sind!

Januar 2003

4. Generalversammlung im Schulhaus Rychenberg (Kurzbericht)

Jahresrechnung und Revisionsbericht 2002 werden gutgeheissen. Die Mitgliederbeiträge bleiben auf dem Stand des Vorjahres. Alle bisherigen Mitglieder des Vorstandes werden wiedergewählt. Walter E. Bauder tritt vom Präsidium zurück. Wir bedanken uns auch an dieser Stelle nochmals ganz herzlich für seinen selbstlosen Einsatz zugunsten der Sache Verkehrsberuhigung Rychenbergstrasse. Ins Präsidium werden neu Christian Gantner und Reto Diener gewählt. Sie werden gemäss der beschlossenen kleinen Statutenänderung gemeinsam als Co-Präsidenten walten.
C. Gantner: Rekursbericht W. E. Bauder: Jahresrechnung

Über das vergangene Jahr berichteten Ch. Gantner und R. Diener. Insbesondere auch über den positiven Verlauf der Gespräche mit Stadtregierung und Verwaltung, welche seit dem Sommer 2002 im Gang sind. Leider konnte noch kein Abschluss der Verhandlungen bekannt gegeben werden. Noch sind eine Reihe von Fragen offen und verschieden Randbedingungen nicht restlos geklärt. Nur soviel: Es liegen unter anderem Vorschläge für Tempo30-Abschnitte auf dem Tisch! Dies ist nun wirklich ein echter Fortschritt in der Sache. Der Vorstand ist zuversichtlich, dass wir im Laufe des 1. Quartals 2003 zu einem Resultat und damit auch zu einem entsprechenden Stadtratsbeschluss kommen können.
(Kurzer Bericht im Landboten)

Details zum vergangenen Jahr im Geschäftsbericht des Vorstandes.

Mai 2003

Neues Massnahmenpaket - erste Schritte hierzu

Seit August des letzten Jahres hat der Vorstand erneut mit Stadtrat Hollenstein und Vertretern der Verwaltung, geleitet von Beat Kammermann (Hauptabteilungsleiter Verkehrslenkung), Gespräche über Verkehrsberuhigungsmassnahmen an der Rychenbergstrasse geführt. Unter anderem wegen unserem Verzicht auf Weiterzug des Rekurses gegen die BZO-Festlegungen im Sulzer-Areal Oberi vom letzten Sommer konnte der Dialog wieder aufgenommen werden.

Die Besprechungen führten Ende 2002 zu einem erfolgreichen Abschluss (an der GV Anfang Jahr konnten wir bereits davon berichten). Das dabei ausgehandelte Massnahmenpaket musste noch von den Verkehrsbetrieben begutachtet werden. Diese lieferte Ende Januar ihren (verwaltungsinternen) Bericht ab. Danach nahm der Gesamtstadtrat grundsätzlich positiv von den Massnahmen Kenntnis und teilte uns dies in einem Brief schriftlich mit.

Das Konzept beinhaltet im Kern folgendes: Zwei Tempo-30 Abschnitte jeweils am Anfang (äusseres Lind) und Ende der Rychi (Stadlerstrasse bis und mit Geissacker), ein Velostreifen vom Kreisel bis zur Kantonsschule (bergwärts) sowie punktuelle Verkehrsberuhigungsmassnahmen im Abschnitt Hammerweg bis Talackerstrasse (z.B. Fahrbahneinengungen). Die beiden flankierenden T30 Abschnitte sind klar im Sinne von zwei (etwas) erschwerenden Eingangstoren zu verstehen. Sie tragen die unmissverständliche Botschaft: Die Rychenbergstrasse ist ein Wohngebiet!

Aktuell ist nun eine erste Massnahme aus dem Paket vom Stadtrat beschlossen und publiziert worden: der Velostreifen vom Kreisel bis zur Kantonsschule. Die Massnahme verbessert insbesondere die Sicherheit für die vielen Kantonsschüler, die täglich auf dieser Strecke unterwegs sind. Daneben führt sie durch die optische Verengung der Fahrbahn zu einer leicht verkehrsberuhigenden (Geschwindigkeit verlangsamenden) Wirkung.

Die anderen Massnahmen erfordern erst noch weitere Abklärungen (u.a. Verkehrsgutachten für die T30 Zonen), bevor sie vom Stadtrat beschlossen werden können. Es ist geplant, die Gutachten noch im Verlauf dieses Jahres (Geissacker), bzw. bis gegen Mitte nächsten Jahres (äusseres Lind) erstellen zu lassen.

Der Vorstand ist ganz bewusst mit dem Stadtrat und der Verwaltung auf diesen Kompromiss zwischen unseren Forderungen und der bisherigen Haltung der Behörde eingetreten. In der Überzeugung, dass dieses Konzept sowohl Anwohnern deutliche Fortschritte wie auch übergeordneten Interessen keine Nachteile bringt, sind wir bereit den gezeichneten Weg mitzutragen. Allerdings nur unter der Voraussetzung, dass an diesem Konzept keine Abstriche mehr gemacht werden!

Lesen Sie auch unsere Medienmitteilung sowie den Artikel vom Landboten.

Jul 2003

Kreisel und Velostreifen bis zur Kantonsschule definitiv

Der Kreisel an der Kreuzung mit der Haldenstrasse sowie die provisorischen Verkehrsberuhigungsmassnahmen im Abschnitt Kreisel bis Lindspitz werden dieser Tage und Wochen nun definitiv fertig erstellt und markiert. Ebenfalls bereits in Auftrag gegeben ist die Markierung des Velostreifens vom Kreisel bis zur Kantonsschule (bergwärts). Alle Massnahmen zusammen sind kleine aber wichtige Schritte zu einer relevanten Verbesserung für Schüler und Anwohner. Wir freuen uns darüber.

Weitere - entscheidende - Schritte (siehe unten) können nun in Angriff genommen werden. Nach den Ferien wird das Verkehrsgutachten für die Tempo 30 Zone «Geissacker» erstellt. Wir werden Sie auf dem laufenden halten...

Ein kleines Informationsblatt zur aktuellen Situation wird dieser Tage an der Rychenbergstrasse verteilt.

Okt 2003

Velostreifen bis zur Kantonsschule markiert, neuer Kreisel erstellt, Gutachten T30 Zone in Arbeit

Der neue Kreisel ist über den Sommer (endlich!) fertiggestellt worden. Die Stangen in der Mitte sollen dereinst von Hopfen umrankt werden: Eine kleine Reminiszenz an das Ende einer langen Tradition in der Brauerei Haldengut! Dort sollen nun - wie schon an vielen anderen alten Industriestandorten - Lofts für Wohnen und Kleingewerbe entstehen....
Durch den Wegfall des Brauereibetriebes dürfte es damit für erste, v.a. in Bezug auf LKW's, auf der Rychi ein klein wenig Entspannung geben!

Der Velostreifen vom Kreisel bis zur Kantonsschule ist ebenfalls markiert worden. Einerseits wird damit die Sicherheit für die Velofahrer verbessert, andererseits dürfte die deutliche optische Einengung der Strasse zu einem leichten Verkehrsberuhigungseffekt führen.

Das Verkehrsgutachten für den T30 Abschnitt «Geissacker» ist in Arbeit. Geplant ist, dass die Ausschreibung noch dieses Jahr stattfinden kann.

Dez 2003

Gutachten für T30 Zonen «Äusseres Lind» und «Geissacker» erstellt.

Die beiden Verkehrsgutachten für die erwähnten T30 Zonen am Anfang und Ende der Rychenbergstrasse sind erstellt. Der Vorstand hat davon Kenntnis genommen. Der entsprechende Antrag kann nun an den Stadtrat gehen. Da dessen Traktandenliste nicht gerade leer ist, müssen wir bis zur Entscheidung (Veröffentlichung) noch etwas Geduld haben.

Jan 2004

Inserat im Landboten Mitgliederversammlung und WV Informationen am Mittwoch, 21. Januar 2004, Hotel Römertor

Unsere jährliche Mitgliederversammlung fand dieses Jahr im Hotel Römertor statt. Anlass hierzu war die nachfolgende öffentliche Informationsveranstaltung "Netzerweiterung WV in Oberwinterthur - Ein Blick in die Zukunft", die wir auch in den Medien angekündigt hatten.

1. Mitgliederversammlung

Neben den üblichen Traktanden konnten wir über die positiven Entwicklungen zur Verkehrsberuhigung an der Rychenbergstrasse berichten. Seit Jahren schon bemühen wir uns um Verbesserungen für Anwohner und schwächere Verkehrsteilnehmer. Nach langen Verhandlungen konnte schliesslich im Herbst 2002 mit Stadtrat und Verkehrsbetrieben ein Verkehrsberuhigungspaket ausgearbeitet werden, welches als zentrales Element zwei kurze, flankierende Tempo 30 Abschnitte je an den beiden Enden der Rychenbergstrasse vorsieht. Zudem enthält das Massnahmenpaket auch einen Radweg vom Kreisel bis zur Kantonsschule. Dank raschem Handeln von Polizei und Stadtrat konnte dieser - zusammen mit dem definitiven Kreisel an der Haldenkreuzung - dieses Jahr bereits erstellt werden. Die Gutachten für die beiden Tempo 30 Abschnitte/Zonen sind gegen Ende 2003 ebenfalls fertiggestellt worden und der entsprechende Antrag für den Beschluss liegt nun beim Stadtrat.
Hier finden sie unseren Jahresbericht 2003.

2. Netzerweiterung WV in Oberwinterthur

Motivation:
In Oberwinterthur und insbesondere in Hegi entstehen in den nächsten Jahren hunderte von neuen Wohnungen für insgesamt tausende von neuen Anwohnern in Bereichen, die bisher relativ schlecht vom öffentlichen Verkehr erschlossen sind. Man kann durchaus von ganz neuen Stadtteilen sprechen, die hier aufgebaut werden. Zudem entstehen im Bereich des ehemaligen Sulzerarals und anliegenden Gebieten neue, publikumsintensive Einkaufs- und Freizeitangebote (Stichwort: MediaMarkt). Auch hier ist die Erschliessung mit dem öffentlichen Verkehr ein wichtiges Thema.

Vortrag von R. Büchi Informationen:
Auf Einladung der IG informierten Urs Huber (Direktor) und Roland Büchi (Leiter Marketing, Bild) von der Verkehrsbetrieben sowie Ueli Rüsch vom städtischen Amt für Verkehrsplanung über die aktuellen Erweiterungspläne und deren Auswirkungen in Oberwinterthur. Rund 50 Zuhörer folgten gespannt den Ausführungen von Herrn Büchi zu den Resultaten der jüngsten Studie "Teilnetzergänzung". Neben einer Taktverdichtung auf den bestehenden Linien 1, 5 und 10 sind auch Linienverlängerungen geplant. Die wichtigste Neuerung ist aber die komplett neue Linie 14, welche bereits ab Dezember 2004 vom Hauptbahnhof her über die Industrie in der Grüze und die neue Sulzerallee direkt nach Hegi führen wird. Diese Linie wird im Netz der WV eine wichtige Lücke in Bezug auf die Einkaufsgebiete in der Grüze sowie Hegi schliessen. Daneben soll die Linie 1 bis nach Ruchwiesen verlängert werden, ein Gebiet, wo ebenfalls sehr viele neue Wohnungen entstanden sind. Ebenso ist geplant, die Linie 5 nach Paffenwiesen zu führen. Diese Änderungen werden aber frühestens in einigen Jahren realisiert werden können. Auf der Linie 10 ist bis dann auch ein 15 Minuten Takt geplant. Ebenso eine Betriebsverlängerung bis nach 24:00. Für das Wochenende soll ein 30 Minuten Takt angestrebt werden. Parallel mit einer Taktverdichtung auf der Regionallinie 680 (Rümikon - Hauptbahnhof) soll in einer nächsten Phase schliesslich die Linie 10 nicht mehr bis nach Hegi, sondern nur noch bis zum Bahnhof Oberwinterthur geführt werden (Zeithorizont hier: 2020). Ferner wird angestrebt, die Linie 14 dann bereits beim Bahnhof Oberi zu starten, um so über Hegi und die Grüze eine Art Spange zu realisieren.

Diskussion:
Die letzte halbe Stunde der Veranstaltung schliesslich stand ganz im Zeichen einer sehr lebhaften und angeregten Diskussion mit dem Publikum. Zahlreiche kritische Fragen forderten die Teilnehmer am Podiumstisch heraus. So war z.B. ein Thema die Busbevorzugung bei der Zu- und Wegfahrt beim Bahnhof Oberwinterthr. Hier ist offenbar eine Optimierung der Verkehrsabläufe auf diesem stark belasteten Stück der Frauenfelderstrasse in Arbeit. Die Anbindung, bzw. optimale Umsteigemöglichkeit vom Bus auf die S-Bahn (sowohl beim Bhf. Oberi wie auch bei der neuen Haltestellte Hegi) war ein anderes wichtiges Anliegen, das genannt wurde. Zur Erreichung dieser Ziele müssen am Bhf. Oberi auch bauliche Massnahmen ins Auge gefasst werden. Offensichtlich, das bestätigte Herr Rüsch, ist auch hier etwas geplant. Klar war die Aussage von Huber, dass der Bahnhof Oberwinterthur in Bezug auf Park und Ride keine überregionale Funktion wahrnehmen kann. Dies muss und wird im Rahmen der geplanten Winti-Thur-Bahn, sowie der S-Bahn Erweiterungen nach Osten, ausserhalb der Stadtgrenze erfolgen. Auf die Frage nach zusätzlichem Verkehrsberuhigungspotiential auf der Rychenbergstrasse machte Huber folgende Überlegung geltend: Bei einem geplanten Takt von 15 Minuten (und minimal zwei Fahrzeugen) geht die Fahrzeitreserve zwischen den beiden Bahnhöfen Oberi und Stadt gegen Null, so dass auch bei einem Wegfall der "Hegi-Runde" weitere Fahrzeitverlängerungen nur mit einem zusätzlichen Wagen (mit entsprechenden Kostenfolgen) kompensiert werden könnten. Da allerdings bereits heute (bei einem 20 Minuten Takt) während den Hauptverkehrszeiten oft Verspätungen entstehen, ist die Taktverdichtung auf 15 Minuten wohl kaum ohne Kostenfolgen - sprich zusätzliches Fahrzeug - zu realisieren!

Apr 2004

Mögliches Eingangstor bei der Stadlerstrasse Stadtratsentscheid für Tempo 30 in den Abschnitten «Geissacker» und «Äusseres Lind»

Unser Einsatz für Verkehrsberuhigung an der Rychenbergstrasse hat sich gelohnt:
Nach langem Warten endlich ein wichtiger Schritt vorwärts! Endlich ein deutliches Zeichen für die betroffene Wohnbevölkerung! Endlich ein klares Bekenntnis zugunsten von mehr Sicherheit und weniger Lärm (auch) von seiten der Regierung. Besten Dank dafür! Wir hoffen nun auf das Verständnis der Autofahrer:
Einige wenige Sekunden Fahrzeitverlängerung gegen die deutliche Verbesserung von Sicherheit und Wohnqualität sollte wohl nicht zuviel verlangt sein!

Lesen Sie auch unsere Medienmitteilung sowie den Artikel vom Landboten.

Jun 2004

Tempo 30: 50% Erfolg im ersten Anlauf !

«Äusseres Lind»: Weil gegen den Zonierungsentscheid des Stadtrates keine Rekurse eingegangen sind, steht der Umsetzung jetzt nichts mehr im Wege. Der Vorstand der Interessengemeinschaft Rychenbergstrasse freut sich, gemeinsam mit allen betroffenen Anwohnern, über den Erfolg im Einsatz für eine Verkehrsberuhigung. Endlich mehr Ruhe und mehr Sicherheit im Quartier. Gemäss Aussage der Stadtpolizei ist die Signalisierung noch dieses Jahr möglich!

Nicht so erfreulich sieht's für die Tempo 30 Zone «Geissacker» — am anderen Ende der Rychenbergstrasse — aus. Eine ganze Reihe von Einsprachen sind leider dagegen eingegangen. Wir müssen uns weiterhin mit Geduld wappnen. Wir sind aber zuversichtlich, dass auch dies nur noch eine Frage der Zeit ist! Einmal mehr zeigt sich die unerfreuliche Tendenz, automobile Partikulärinteressen über das Gemeinwohl (Sicherheit) und Wohnqualität für alle (nicht nur an privilegierten Wohnlagen) zu stellen. Über den weiteren Verlauf wird nun möglicherweise am Gericht entschieden. Wir werden an dieser Stelle wieder informieren, sobald dies möglich ist.

Die nächsten Tage wird einmal mehr unser «Rychinfo» verteilt. Öffnen Sie über den Link die elektronische Version. Viel Spass beim Lesen.

Sep 2004

Äusseres Lind: Signalisation vorbereitet - Kritische Begleitung der Überbauung Haldengut

Die Tempo 30 Signalisierung im äusseren Lind ist vorbereitet. Die Fertigstellung sollte noch dieses Jahr erfolgen können. Zusätzlich zu weiteren Parkfeldern im Eingangsbereich beim Haldengut werden bei verschiedenen Hauseingängen am Boden kleine Schutzinseln markiert. Auch diese sollen wie alle anderen Markierungen dazu dienen, dass der motorisierte Verkehr mehr Rücksicht auf Anwohner und Fussgänger nimmt.

Zur Rekurssituation bei der Tempo 30 Zone Geissacker in Oberwinterthur gibt es noch keine Neuigkeiten. Wir warten noch immer auf den erstinstanzlichen Entscheid des Statthalters/Stadtrates.

Bei der geplanten Überbauung Haldengut (oberhalb der Rychenbergstrasse) soll es offensichtlich nun doch vorwärts gehen. Das Baugesuch wird wohl demnächst aufgelegt. Die IG und zahlreiche Anwohner an der Rychenbergstrasse im Bereich des westlichen Arealendes hatten schon seit Veröffentlichung der Pläne im letzten Herbst mit dem Bauunternehmen Steiner Kontakt aufgenommen, um strittige Fragen zu diskutieren. Dabei geht es vor allem um zwei Punkte: 1. Die Höhe der Gebäude sowie deren Fassadenbeschaffung, damit auch um die davon reflektierten/verstärkten Schallemissionen von der Rychenbergstrasse und 2. Die Position der Tiefgarageneinfahrt.

Die Tiefgarageneinfahrt war ursprünglich ganz am Ende (noch nach der Einmündung der Hopfenstrasse) geplant. Damit würde der gesamte Erschliessungsverkehr des westlichen Teils (mehrere hundert Wohneinheiten und etwas Gewerbe) unmittelbar vor den bestehenden Altliegenschaften durchrollen. Eine absolut unhaltbare Situation! Wir stellten gegenüber Steiner klar, dass dies zwingend zu Einsprachen führen würde.
Gemäss neuesten Informationen soll die Einfahrt nun ein paar dutzend Meter weiter Richtung Kreisel positioniert werden. Ein erster Schritt, aber noch nicht genügend. Wir werden die Pläne bei der Auflage nochmals genau studieren. Sollte den berechtigten Anliegen der Anwohner nicht genügend Beachtung geschenkt worden sein, so muss die Generalunternehmung mit Einsprachen der Betroffenen rechnen. Die IG wird diese in geeigneter Form unterstützen!

Nov 2004

Erste Erfahrungen mit Tempo 30 im Äusseres Lind

Eingangstor von der Lindstrasse her Seit gut zwei Monaten ist die neue Tempo 30 Zone am Anfang der Rychenbergstrasse bereits Realität. Wir freuen uns mit den Anwohnern darüber, dass - wenigstens an diesem Abschnitt - endlich eine echte Verkehrsberuhigungsmassnahme umgesetzt werden konnte. Lange musste dafür «gekämpft» werden. Die ersten Ansätze dazu reichen über viele Jahre zurück!

Bei der Abzweigung Brauerstrasse Beobachtungen vor Ort bestätigen, dass insgesamt doch einiges langsamer und damit auch ruhiger gefahren wird. Die Sicherheit für Kinder und Velofahrer ist deutlich verbessert. Gleichzeitig können die Anwohner von reduzierten Lärmemissionen profitieren.

Noch sind sich aber nicht alle motorisierten Verkehrsteilnehmer an das neue Regime gewöhnt. Die Polizei musste schon einige Male Bussen ausprechen! Im Laufe des nächsten Jahres wird sich zeigen, ob die getroffenen Signalisationen zur Einhaltung der Geschwindigkeit genügen. Falls notwendig, werden wir weitere flankierend Massnahmen einfordern.

Eingangstor vom Kreisel her Am anderen Ende der Rychenbergstrasse (auf dem Abschnitt Stadlerstrasse bis Bäumlistrasse) soll gemäss Stadtratsbeschluss ebenfalls eine Tempo 30 Zone eingerichtet werden. Wann ein solches Eingangstor (gemäss Bild links) aufgestellt werden kann, ist aber leider noch immer offen. Mehrere Privatpersonen blockieren die Einführung mit Einsprachen (Rekursen). Die Entscheidung der ersten Instanz (Statthalter) sollte allerdings demnächst fällig sein. Wir werden an dieser Stelle weiter informieren.

Jan 2005

Generalversammlung der IG Rychenbergstrasse am 26. Januar 2005

Viele bekannte aber auch viele neue Gesichter können wir an unserer jährlichen Verammlung im Singsaal des Schulhauses Rychenberg begrüssen. Es wird eine lebhafte und interessante Veranstaltung mit vielen Diskussionsbeiträgen aus dem Publikum. Vielen Dank allen, die auf die eine oder andere Weise aktiv teilgenommen haben!

Jahresrechnung und Revisionsbericht 2004 werden gutgeheissen. Die Mitgliederbeiträge bleiben auf dem Stand des Vorjahres. Aufgrund guter Finanzlage können wir weitere gebundene Rückstellungen für zukünftig notwendige Studien, Verfahren oder Anwaltskosten tätigen. So bleiben wir weiterhin für alle Fälle bereit. Alle bisherigen Mitglieder des Vorstandes sowie des Co-Präsidums werden für eine weitere Amtsperiode wiedergewählt!

Der Bericht zum Geschäftsjahr 2004 informierte u.a. über folgende Aktivitäten: Geduldsspiele und Teilerfolg in Bezug auf Tempo 30 Zonen, Probleme und Teilerfolge bei der Überbauung Haldengut, Bewegung im Bereich Hammerweg-Talacker.

Für dieses Geschäftsjahr stehen wiederum eine Reihe wichtiger Themen an, u.a: Kritische Begleitung der Tempo 30 Zone im "Äusseren Lind" (Einhaltung, flankierende Massnahmen, etc.), Bereitschaft zu erneutem Aktiv-Werden in Bezug auf die Tempo 30 Zone "Im Geissacker" (momentan im Rekursverfahren). Vorstösse zur Verbesserung der Situation im Bereich Hammerweg-Talacker-Schulhäuser (gemeinsam mit Anwohnern und Schulhausvorstehern), Zusätzliche Massnahmen zur Verbesserung der Sicherheit beim Bäumlirank und im Bereich der Kantonsschulen, Suche nach Lösungen für den noch immer zu hohen LKW-Anteil auf der Rychi, etc., etc.

Apr 2005

Rekurs gegen Tempo 30 geht in die nächste Runde

Der Statthalter des Bezirks Winterthur (Peter Rubin) hat den Rekurs der Gruppe um Max Steffen (selbst wohnhaft "Im Grafenhag") gutgeheissen. Mit den Argumenten "die Rychi ist primär verkehrsorientiert" und die "Rychi hat im betroffenen Abschnitt kein mit den umliegenden Quartierstrassen gleiches Strassenbild" wird der Beschluss des Stadtrates zur Einführung von Tempo 30 auf dem kurzen Abschnitt Stadler- bis Bäumlistrasse abgelehnt. Lesen Sie hierzu auch den Artikel aus dem Landboten.

Ein absolut skandalöser Entscheid. Zum ersten ist die Argumentation von vorgestern weil die behauptete Verkehrsorientierung in keiner Weise eine Verkehrsberuhigung verunmöglicht. Im Gegenteil, genau weil die Verkehrsbelastungen über dem quartierverträglichen Mass sind, soll die Beruhigungsmassnahme Tempo 30 eingeführt werden. Dies ist gemäss den neuen Regelungen des Bundes grundsätzlich auf allen innterstädtischen Strassen - unabhängig von der Klassierung - möglich.

Zum zweiten ist bezüglich der "Verkehrsorientierung" einmal mehr folgendes zur Klärung festzuhalten: Die Rychenbergstrasse nimmt mit ihrer Klassierung als kommunale Sammelstrasse eine Zwischenstellung zwischen rein verkehrsorientierten (Hauptstrassen) und rein quartierorientierten Strassen ein. Die Sache ist also auch in dieser Beziehung nicht so einfach, wie dies die Rekurrenten darstellen wollen.

Zum dritten ist die Argumentation der Rekurrenten und des Statthalters schlichtweg falsch. Das Strassenbild der Rychi weicht im betroffenen Abschnitt in keiner Weise von demjenigen der umliegenden Strassen ab. Sie ist z.B. genau gleich breit wie die Strasse "Im Geissacker" und weist ebenfalls auf einer Seite ein Trottoir auf. Angrenzende Häuser und Bepflanzungen sind bei beiden Strassenzügen ebenfalls weitestgehend identisch angelegt. Hier hat der Statthalter absolut willkürlich entschieden.

Zum vierten schliesslich ist die Legitimation der Rekurrenten äusserst fraglich. Wohnen sie doch - mit einer Ausnahme - alle oberhalb der Rychenbergstrasse, in Quartieren, welche durch die Massnahme keineswegs betroffen wären. Weder dass dort irgendwelcher Mehrverkehr befürchtet werden müsste (z.B. "Im Grafenhag", keine Durchgangsmöglichkeit) noch dass die Zufahrt dahin irgendwie beschränkt werden würde. Durch die beabsichtigte Massnahme müsste einzig das Tempo ein klein wenig reduziert werden, was zu kaum messbaren Fahzeitverlängerung von höchstens einigen wenigen Sekunden führt! Dies als "Behinderung" zu bezeichnen ist angesichts der von Durchgangsverkehr und Verkerhrslärm betroffenen Anwohner nur noch zynisch!

Die Stadt zieht an das Verwaltungsgericht weiter

Der Stadtrat aber hält an seinem Beschluss fest und ficht seinerseits den Entscheid des Statthalters wieder an, was wir natürlich sehr erfreut zur Kenntnis nehmen. Damit wird die Sachlage vom Verwaltungsgericht des Kantons Zürich erneut beurteilt werden müssen. Leider verzögert sich damit die Einführung von Verkehrsberuhigungsmassnahmen weiter. Doch wir sind zuversichtlich: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben!

Feb 2008

Treffen mit Stadtrat Künzle

Die IG trifft sich mit Stadtrat Künzle zur Besprechung der aktuellen Situation nach dem aufgegebenen Verkehrsversuch und stellt klar fest, dass wir mit der neuen (=alten) Situation nicht einverstanden sind. SR Künzle lässt nur Radartafeln stehen. Die weissen Sperrflächen, die vor den Betonklötzen auf die Strasse gemalt wurden, und die gegenüberliegenden Pfosten werden entfernt. Es verbleibt die Sperrfläche bei der Bushaltestelle Hammerweg Richtung Stadlerstrasse. SR Künzle will wöchentlich die Geschwindigkeit der Verkehrsteilnehmer überprüfen lassen. Die Rychenbergstrasse würde damit zur auf mobile Weise bestüberwachten Strasse des Kantons. Nach unseren Kontrollen scheint diese Aussage (bis jetzt) zu stimmen. An der selben Sitzung erklärte er uns die vorgesehene Neugestaltung der Bushaltestelle bei der Kantonschule Rychenberg. Die Strasse soll neu in einem leichten Bogen geführt werden und der Fussgängerstreifen mit einer Insel versehen werden, um den Verkehrsfluss zu bremsen und damit die Sicherheit der Schüler und Schülerinnen zu erhöhen. Er redet vom Bau im Jahre 2009. Wir verfassen eine kurze Medienmitteilung.

Jun 2008

«Rychinfo» 2008

Im Juni verteilen wir eines unserer besten «Rychinfo». Es beinhaltet alle wichtigen Fakten im Zusammenhang mit der Rychenbergstrasse.

Inhalt:

· Wir bleiben dran · Aktuelle Massnahmen . Nullrunde Hammerweg . Hoffnung bei der Kantonschule · Fakten zur Rychenbergstrasse . Klassierung und Funktion . Verkehrsmenge . Tagesgang des Verkehrs . Unfälle . Lärmbelastung · Aktuelle Tempomessungen . Tempo 50 Bereich . Tempo 30 Abschnitte · Studie Emch & Berger · Haldengutüberbauung

«Rychinfo» 2008.

Jan 2009

Konfliktanalyse 2009

Das Ingenieurbüro „Emch und Berger“ hat für uns eine umfangreiche Konfliktanalyse erstellt. Quintessenz der Analyse ist die Tatsache, dass unsere Strasse nie für den ihr heute zugemuteten Verkehr konzipiert war. Deshalb kann sie den heutigen, verkehrstechnischen Anforderungen überhaupt nicht genügen. In erster Linie leiden darunter wir, die Anwohner dieser Strasse.

Die vorliegende Studie dient uns nun als Grundlage für eine detaillierte Machbarkeitsstudie. Diese soll aufzeigen, was kurz-, mittel- und langfristig an der Verkehrssituation der Rychenbergstrasse verbessert werden kann. Unser derzeitiger Augenmerk lag vor allem auf dem Abschnitt Bäumlistrasse bis Bäumlirank. In diesem Teil der Rychenbergstrasse befindet sich das Schulhaus Rychenberg, das täglich von hunderten von Kindern, vom Kindergartenkind bis zum Oberstufenschüler, besucht wird. Hier gilt gerade beim Schulhaus – rundherum umgeben von einer 30er-Zone – immer noch Tempo 50. Für den Abschnitt Talackerstrasse – Bäumlirank hat uns die Stadtregierung konkrete Massnahmen zur Verkehrsberuhigung und zur Erhöhung der Verkehrssicherheit versprochen, die aber nach der Abschaffung der in den Weg gestellten, jedoch sehr umstrittenen Betonpoller wieder im Status quo geendet haben. Das heisst: Tempo 50 ist weiterhin erlaubt! Dies wird von vielen Verkehrsteilnehmern auf diesem geraden Strassenstück doch auch sehr extensiv ausgenützt.

Nov 2010

Machbarkeitsvorschläge 2009

Das Ingenieurbüro „Emch und Berger“ hat die umfangreiche Machbarkeitsstudie erstellt.

Die vorliegende Studie dient uns nun als Grundlage für eine Diskussion mit der Stadtregierung. Diese soll, wie schon oben erwähnt,aufzeigen, was kurz-, mittel- und langfristig an der Verkehrssituation der Rychenbergstrasse verbessert werden kann. Unser derzeitiger Augenmerk lag vor allem auf dem Abschnitt Bäumlistrasse bis Bäumlirank. In diesem Teil der Rychenbergstrasse befindet sich das Schulhaus Rychenberg, das täglich von hunderten von Kindern, vom Kindergartenkind bis zum Oberstufenschüler, besucht wird.

Leider war die Diskussion mit der Stadt nicht fruchtbar. Aus rein politischen Gründen - aus dem Verkehrsrecht lässt sich nämlich gar nichts gegen unsere Vorhaben ableiten - verweigert die Stadt bis jetzt eine vernünftige Verbesserung der Verkehrssituation.Tempo 50 ist weiterhin auch beim Schulhaus erlaubt! Darum läuft zur Zeit eine Unterschriftensammlung als Petition an die Stadtregierung.

«Rychinfo» 2010

Im November verteilten wir ein weiteres «Rychinfo».

Inhalt:

· Intro · Äusseres Lind . Bäumlirank - Talackerstrasse . Vorschläge aus den Studien · Verkehrszahlen . Parkierung Abschnitrt Talackerstrasse - Stadlerstrasse . Sanierung . Petition . Gelenkbus . Lärmbelastung · Wir brauchen Sie! . Kontakt . Mitgliedschaft

«Rychinfo» 2010.

Jun 2011

Petition zur erweiterten Integration der Rychenbergstrasse in die Tempo-30-Zone

Am 22. Juni überreicht der Vorstand die Petition mit weit über 500 Unterschriften an Stadtrat Michael Künzle.

 

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