Der Landbote, Dienstag, 8. Mai 2007

Wirbel um Betonelemente

An der Rychenbergstrasse sollen verkehrsberuhigende Betonröhren verschwinden. Damit sind aber nicht alle einverstanden.

"Wir fühlen uns im Regen stehen gelassen", sagt Reto Diener, Kopräsident der lG Rychenbergstrasse; jener Anwohnervereinigung, die schon seit Jahren für eine Verkehrsreduktion auf der Rychenbergstrasse kämpft. Grund für seine Enttäuschung ist die Ankündigung der Stadtpolizei, noch diese Woche drei verkehrsberuhigende Betonelemente auf der Höhe Helgenstrasse/Hammerweg abzumontieren. Schon seit ihrer Installation im Oktober, sorgen die Betonpoller für Diskussionen. Während die einen sie als gefährliche "Verkehrsschikanen", betrachteten, wurden sie von vielen Anwohnern als effiziente Massnahme begrüsst. "Ohne Alternativen ist ihre Entfernung für uns inakzeptabel", stellt deshalb Diener folgerichtig fest.

Dass der Versuch mit den Betonpollern ursprünglich auf ein Jahr angelegt war, räumt auch Polizeivorstand Michael Künzle ein. Ebenso stimme, dass damit eine generelle Geschwindigkeitsreduktion erreicht werden konnte. Allerdings habe sich auch das Gefahrenpotenzial erhöht. Sowohl Anwohner wie auch Polizeiverantwortliche hätten ihm von "haarsträubenden Situationen" berichtet. Den Vorwurf des Wortbruches weist er deshalb kategorisch zurück. "Das Unfallrisiko war einfach zu hoch. Und das trage ich." Was aber nicht heisse, dass damit der alte Zustand wiederhergestellt werde. Wohl verschwänden die Betonröhren, die Bodenmarkierungen jedoch blieben. "Wir behalten die Situation weiterhin im Auge." Neu würden Radarkontrollen (wie beispielsweise an der Breitestrasse ) signalisiert und auch wöchentlich mit dem mobilen Messgerät durchgeführt. Und sollte diese Massnahme greifen, könnte später durchaus auch ein stationärer Radarkasten installiert werden.

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