Landbote, Freitag 8. März 2002

 

STADTRAT

 

Wichtige Strasse am Rychenberg

 

Der Stadtrat will die Rychenbergstrasse weiterhin als kommunal wichtige Sammelstrasse führen und nicht abklassierein. Dies hatten die Gemeinderäte Rolf Weibel (evp), Matthias Gfeller (grüne) und Hans Ulrich Würgler (sp) verlangt. Der Rat hat ihre Motion im letzten Sommer überwiesen. Der quartierfremde Verkehr auf der Strasse nehme zu, begründen die Motionäre, der Stadtrat sperre sich jedoch gegen verkehrsberuhigende Massnahmen.

 

Die Rychenbergstrasse sei eine wichtige Verbindung zwischen verschiedenen Quartieren und Stadtkreisen, antwortet jetzt der Stadtrat. Er anerkennt indessen, dass «ein gewisser Handlungsbedarf für Verkehrsentlastung und -beruhigung besteht». Zurzeit wird daher geprüft, wie beim Lindspitz Lastwagen vom Einbiegen in die Rychenbergstrasse abgehalten werden können und welcheVerbesserungen im Bereich des engen «Bäumlirankes» in Frage kommen.

 

Massnahmen auch jetzt möglich

 

Die Motionäre lägen falsch, so der Stadtrat, wenn sie glaubten, verkehrsberuhigende Massnahmen seien nur auf einer abklassierten Strasse möglich. Lediglich das Unterbinden - wie es eine Verkehrsstudie für die Rychenbergstrasse vor Jahren empfohlen hatte - stünde im Widerspruch zur Klassierung als kommunale Strasse. Alle anderen Möglichkeiten seien zulässig. Das habe die Stadt an anderen, ebenso wichtigen Strassen bewiesen, zum Beispiel an der Bachtel- oder Oberfeldstrasse. Würde die  Rychenbergstrasse abklassiert, wären  hingegen verkehrsberuhigende Massnahmen  nicht mehr beitragsberechtigt beim Kanton.

 

Der Verkehr hat gemäss Stadtrat auf der Rychenbergstrasse seit 1990 entgegen den Befürchtungen kaum zugenommen. Selbst in den Stosszeiten liegt der Anteil, quartierfremder Durchfahrten unter den 30 Prozent, welche die Motionäre ins Feld führen. Ausserdem sei nicht nichts getan worden. So führt der Stadtrat den Kreisel an der Kreuzung mit der Haldenstrasse an, die versetzten Parkfelder zwischen Haldenstrasse und Lindspitz sowie den neuen Fussgängerübergang auf Höhe Kirchweg. Abgelehnt worden sei einzig die Einführung von Tempo 30 oder 40.

 

(ab)